Jungs, bleibt cool!

Das Wochenende war für die fränkischen Fußballmannschaften eine Art GAU: Am Samstag verlor die Spielvereinigung im DFB-Pokal gegen den Drittligisten Kickers Offenbach mit 0:2. Gestern dann brach der Club beim TSV Havelse – einem Viertligisten! – genauso schlimm ein. Man trennte sich nach Verlängerung 3:2  – aus der Traum vom DFB-Pokal. Uns tröstet auch nicht, dass gleich sechs der 18 Erstliga-Teams die erste Runde nicht überlebt haben. Wie hier im Norden Bayerns ist auch in Norddeutschland das Heulen und Zähneklappern groß. Traditionsmannschaften wie der HSV und Werder Bremen sind aus dem Rennen.
Das alles will ich auch nicht weiter kommentieren. Bedauerlich aus Fürther Sicht waren die umstrittenen Leistungen des Schiedsrichters, dem zuerst Edgar Prib mit einer Gelb-Roten Karte, dann auch noch Newcomer Abdul Rahman Baba mit einer Roten Karte wegen einer Tätlichkeit zum Opfer fielen. Und überhaupt kein Verständnis muss man – leider mal wieder – für die verbalen Entgleisungen einiger Fans in Offenbach haben, die Gerald Asamoah aufs Übelste beschimpften.
Ich denke, die Welt geht nicht unter, wenn das Kleeblatt schon jetzt aus dem DFB-Pokal ausgeschieden ist. Nicht nur, weil es in bester Gesellschaft ist. Nein, das Team besteht aus vielen Neuzugängen, die sich erst einmal eingewöhnen und zusammenraufen müssen. Ich denke, so kann sich die Spielvereinigung voll auf die schweren Spiele in der Bundesliga konzentrieren. Und das geht ja schon bei der ersten Begegnung gegen Bayern München am 25. August um 15.30 Uhr in der Trolli ARENA los.
„Die Spielvereinigung wird in den nächsten Monaten noch so manches Spiel verlieren“, hat gestern ein Kleeblatt-Fan auf der Facebook-Seite der Greuther-Weiber geschrieben. Es steht zu befürchten, dass er Recht behält. Aber: Wer es geschafft hat, mit so viel Begeisterung und Können aufzusteigen, der behält auch die Nerven, wenn’s drauf ankommt!