Letzte Hoffnung Kärwa

Nun ist auch der letzte Strohhalm abgeknickt, an den sich die Fürther in dieser Saison noch klammern konnten:  Immerhin habe die Mannschaft auswärts noch nicht verloren, war im Vorfeld der Partie gegen  Bayer Leverkusen noch als Mutmacher zu hören. Doch auch die intensive Mannschaftsbesprechung im Nachgang der bitteren Niederlage zu Hause gegen Düsseldorf konnte nicht abwenden, dass die Jungs von Mike Büskens jetzt auch auf fremden Rasen ohne Punkte den Platz verlassen mussten. Dabei präsentierten sich die Leverkusener auch nicht gerade als Übermannschaft und  gingen mit ihren Torchancen zum Teil extrem fahrlässig um. Bis zur Pause reichte die Fürther Verteidigungs-Taktik immerhin, um den Kasten sauber zu halten. Mit etwas Glück wäre sogar – was dem Spielverlauf absolut nicht entsprochen hätte – ein Tor für das Kleeblatt gefallen. Doch auf Dauer konnte die Mauer-Taktik nicht gutgehen. Das stellte der eingewechselte Sidney Sam gleich zweimal unter Beweis und ließ dabei die Fürther Abwehr ziemlich alt aussehen – wenn aus einer eigentlich schon bereinigten Situation doch noch ein Tor fällt, ist dies besonders bitter. Der Rest war kaum der Rede wert, eine echte Gelegenheit zur Aufholjagd war nicht auszumachen.

Nun ist erst einmal guter Rat teuer, denn die Niederlage war nicht nur schmerzhaft, sondern zeigt auch, dass es momentan für die erste Bundesliga nicht reicht. Nur zwei Tore auf dem Habenkonto, daheim noch ohne jegliches Erfolgserlebnis, das dürfte auch notorische Berufsoptimisten nachdenklich stimmen. Bleibt nur, beim nächsten Heimspiel gegen den HSV auf die Fürther Kirchweih als allerletzten  Glücksbringer zu setzen.