Rote Karten, Tumult und keine Tore im hitzigen Derby!

Im Vorfeld des Derbys war am Mittag in der Heiligenstraße in Fürth offenbar Leuchtmunition abgeschossen worden – allerdings weiß man nicht, ob Kleeblatt- oder Clubfans dafür verantwortlich waren. Auch in der U-Bahn am Fürther Hauptbahnhof sollen Feuerwerkskörper abgebrannt worden sein. Ein riesiges Polizeiaufgebot war an allen neuralgischen Punkten im Einsatz, viele Straßen in der Fürther Innenstadt deshalb gesperrt. Aber im großen und ganzen blieb die Stimmung entspannt. Zumindest in der Stadt Fürth.

Umso aufgeheizter war die Atmosphäre später auf dem grünen Rasen. Trubel gab’s nach einer guten halben Stunde in der Trolli ARENA: Erst nur verbales Hin und Her, das dann in einer Roten Karte für den Clubspieler Markus Feulner (nach gestrecktem Bein) eskalierte. Was hatte man in den letzten Tagen auf höchster Ebene alles in Bewegung gesetzt, um die Fans friedlich und ruhig zu halten? Dafür kamen dann Hektik und Emotion pur bei den Spielern auf den Platz.
Zurück zum Spielbeginn: Die Kleeblätter starteten mit wilder Leidenschaft und hatten schon nach drei Minuten eine tolle Torchance durch Edgar Prib. Ob der Referée hätte Elfmeter geben müssen oder nicht? Wer weiß! Auf jeden Fall dominierten die Hausherren klar das Spielfeld, sie ließen die Gäste aus Nürnberg alt aussehen. Die Clubberer waren nach zehn Minuten noch gar nicht vor dem Kasten von Max Grün aufgetaucht. Superchance für das Kleeblatt: Gerald Asamoah stand völlig frei vor Schäfer, aber es ging ihm in diesem Moment wohl die Muffe. Kein Tor!
Nach der Roten Karte gegen den FCN wussten die Kleeblätter die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit in Überzahl nicht für sich zu nutzen. Und das änderte sich auch in den zweiten 45 Minuten nicht, die mehr als lasch begannen. Dann der Paukenschlag in Minute 61: Gelb-Rot für Sercan Sararer. Eine im Nachhinein noch heiß zu diskutierende Szene. Und jetzt waren es wieder zehn gegen zehn! Der Club blieb harmlos, Fürth konnte Chancen nicht umsetzen, die SpVgg hätte das Spiel mit 55 Prozent Ballbesitz eigentlich gewinnen können.

Fazit: Keine Tore im brisanten Frankenderby. Eine oft giftige Atmosphäre, zwei Platzverweise. Und bei der einminütigen Nachspielzeit verlor der Schiedsrichter nach 20 Sekunden die Geduld und pfiff ab. Voller Wut und Unverständnis Trainer Mike Büskens, der es auf den Punkt brachte: „Wir haben zu wenig aus der Unterzahl gemacht und uns dann selbst dezimiert.“ Recht hat er. Am Dienstag geht’s weiter in Hannover, es ist englische Woche. Jungs, trotz allem: Ihr seid auf einem guten Weg!

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