Lamas gehören nicht aufs Spielfeld!

Zum Derby SpVgg Greuther Fürth gegen den Club gibt‘ s jetzt – zwei Tage nach dem 0:0-Debakel – eigentlich nichts mehr zu sagen. Was ich nicht unkommentiert lassen will, ist das Verhalten des Kleeblatt-Spielers Sercan Sararer. Natürlich waren alle Spieler in der Trolli Arena angespannt und standen unter Strom. Dass auch mal das eine oder andere böse Wort fiel, ist nachvollziehbar. Aber aus Wut, Zorn oder Trotz in Richtung eines gegnerischen Spielers zu spucken, ist ja wohl voll daneben. Raphael Schäfer, der Keeper des 1. FCN, hat sich völlig zu Recht über die Unsportlichkeit von Sercan Sararer aufgeregt. Der DFB-Kontrollausschuss hat nun heute Ermittlungen eingeleitet.
Club-Kapitän Raphael Schäfer beschwerte sich gleich nach der Partie in TV-Interviews über das Verhalten Sararers. „Ich glaube, Spucken ist auch Rot“, sagte Schäfer. Bei der Szene in der 38. Minute, als Sararer die Gelbe Karte sah, soll dieser Schäfer bei der anschließenden verbalen Auseinandersetzung angespuckt haben (siehe Foto).
Der Schiedsrichter Felix Brych hat die Szene nicht gesehen, weshalb nachträglich der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes in Aktion trat. Somit dürfte auf Sararer, der in der 61. Minute nach einem vermeintlichen Ellenbogen-Einsatz gegen Javier Pinola mit Gelb-Rot vom Platz musste, eine deutlich längere Pause zukommen. In einem vergleichbaren Fall vor zwei Jahren wurde der Nürnberger Spieler Pinola vom DFB-Sportgericht nachträglich für vier Spiele gesperrt, als er Bayerns Nationalspieler Bastian Schweinsteiger angespuckt hatte.
Und erinnern wir uns nur mal an die Spuck-Attacke des niederländischen Spielers Frank Rijkaard, der bei der WM 1990 im Achtelfinale den deutschen Nationalspieler Rudi Völler anspuckte.
Sercan Sararer – kein Vorbild für unsere Kinder und Jugendlichen, das war ein unfaires Proloverhalten auf dem Spielfeld. Wenn jemand spuckt, dann doch bitte nur Lamas im Zoo.