1:1 gegen Augsburg – nur ein Teilerfolg

Der Augsburger Keeper Mohamed Amsif fliegt an einer Ecke vorbei. Stieber hebt den Ball an die Latte. Der Abpraller landet auf dem Kopf von Lasse Sobiech, der aus kurzer Distanz einköpft. So fiel das heiß ersehnte Tor in der Trolli Arena in der 69. Minute, nachdem die Spielvereinigung bis Mitte der zweiten Halbzeit dem schnellen Führungstor des FC Augsburg hinterher gelaufen war. Allerdings sollte das auch der Endstand der Underdog-Partie bleiben. Wieder kein Heimsieg für Fürth. Was die Chancen anbelangt, hätten die Kleeblätter – in der zweiten Halbzeit – (mal wieder) das Spiel für sich entscheiden können. Aber die Schwäche im Abschluss ist nach wie vor die Krux!
Die Stimmung bei den Fans wird auf alle Fälle zunehmend schlechter. „Ich gebe meine Dauerkarte für die Rückrunde zurück“, meint einer. Wütend waren viele Kleeblatt-Anhänger über die Schweigeaktion der Ultra-Fans im Block 12: Hier hatte man sich erneut verabredet, die Mannschaft nicht anzufeuern, sondern mit absoluter Stille zu demonstrieren, dass man mit den Maßnahmen des DFB gegen Gewalt im Stadion nicht einverstanden ist. Und das dauerte dann geschlagene 45 Minuten. Ich persönlich empfinde dieses Verhalten in dieser kritischen Situation, in der Fürth als Aufsteiger den leidenschaftlichen Rückhalt der Fans bitter nötig hätte, als völlig überzogen. Das hilft dem Kleeblatt nicht! Dementsprechend die Reaktionen in Facebook: „Seid froh, dass ich heute krank bin, ich würde Euch aus dem Block prügeln…. Büskens sagt, die Mannschaft braucht die volle Unterstützung … jetzt erst recht… und was machen die Ultrascheisser… hoffe, es geht kein Spieler mehr in die Kurve… Auf solche Fans kann man verzichten … .“

Neun Punkte in siebzehn Spielen, zehn Punkte vom Nicht-Abstiegsplatz entfernt – das bedeutet für die Spielvereinigung in der Rückrunde nach der Winterpause viel Mühe, starke Nerven und eine Mordsanstrengung. Und dazu müsste noch eine Menge Glück kommen – oder Pech für die anderen, je nachdem, wie man es sehen möchte. Die Greuther-Weiber sind gespannt. Wie sagt die Münchner Lichtgestalt immer so schön? „Schau mer mal.“