„Vizemeister – oder was?“

Mein Mailprogramm signalisierte mir akustisch: Neue Nachricht erhalten. Ich öffne sie und lese „Hallenfußball ist der letzte Mist“. Uups, da fällt mir siedendheiß ein, dass die Spielvereinigung ja gerade beim „Frankfurtcup 2013“ spielt und ich die Übertragung im Sport-Fernsehen vollkommen vergessen habe: Dieses Hallenturnier vor überschaubarem Publikum (rund 4000 Zuschauer), mit reduzierter Mannschaft, wo jedes Spiel nur zweimal zehn Minuten dauert und es Schlag auf Schlag geht. Ähnlich wie beim Eishockey.
Ich schalte also ein, und das erste Spiel ist vorbei – das Kleeblatt hat gegen den FSV Frankfurt schon mal mit 0:2 verloren. Mensch, soll es etwa in dem Stil weitergehen wie das Fußballjahr 2012 zu Ende ging? Ich spürte schon wieder erste Frustgefühle.
Doch dann riss es Edgar Prib im zweiten Turnierspiel gegen Eintracht Braunschweig heraus: Er schoss im Minutentakt die beiden entscheidenden Tore – und so gelangten die Fürther ins Halbfinale. Dort schafften sie dann einen 5:3-Erfolg nach Neunmeter-Schießen gegen den Bundesliga-Mitaufsteiger Eintracht Frankfurt, der bislang bekanntlich eine Bombensaison hingelegt hat. Im Frankfurtcup-Finale musste sich die SpVgg dann allerdings Kickers Offenbach mit 1:4 geschlagen geben. Musste? Die SpVgg begann das Endspiel ziemlich schlapp gegen den Drittligisten aus Frankfurts Nachbarstadt. Als sportliche Antwort auf die Offenbacher Dominanz fiel den Kleeblattakteuren wenig ein, kein Druck aufs Tor, kein Glück. Doch dann war Sercan Sararer noch mit einem Ehrentreffer erfolgreich, und das Kleeblatt konnte zumindest einen kleinen Triumph feiern: Zweiter im Turnier. Sararer war übrigens mit insgesamt fünf Treffern der beste Spieler im Kleeblatt-Team in diesem Hallenfußballturnier (auf unserem Foto bezwingt er im Neunmeter-Schießen den Frankfurter Keeper Nikolov).
Als Abrundung des Abends erhielt ich postwendend die digitale Nachricht in meinen Mails: „Vizemeister – oder was!!!!????“