Mike oder nicht Mike – das ist hier die Frage!

Wir wollten uns bewusst nicht allzu früh an den Spekulationen um Mike Büskens‘ berufliche Zukunft bei der Spielvereinigung beteiligen. Weil dieses ganze Hin und Her oft kontraproduktiv ist und der Sache eigentlich nur schadet. Aber nachdem sich die Situation offensichtlich zuspitzt…
Ob das Spiel gegen Schalke 04 am Samstag, 2. Februar, das letzte Bundesligaspiel sein wird, bei dem Büskens das Kleeblatt als Coach begleitet, hängt wohl primär davon ab, wie es ausgeht. Aber sind wir realistisch: Die Chancen für einen Sieg gehen gen Null. Der Abstand zum Relegationsplatz würde sich also noch vergrößern.
Aber was soll es bringen, wenn sich der Verein am Montag von Bujo Büskens trennt? Ich sehe solche Entscheidungen immer pragmatisch: Wer soll ihm folgen, würde der „Neue“ mit der desolaten Situation der SpVgg klarkommen? Und: Was soll er tun, um das Fürther Team möglichst schnell vom letzten Tabellenplatz wegzukatapultieren?
Fakt ist: Der langersehnte Aufstieg in die erste Liga war für den Verein, die Fans und viele Fürther Bürger ein Hype. Monatelang hatte man mitgefiebert. Und der Motor des Erfolgs, das war – nach Ansicht aller – Trainer Mike Büskens. Er hatte aber immer davor gewarnt, was es heißt, erstklassig zu sein. Er weiß aus eigener Erfahrung, dass in einer Liga mit Vereinen wie dem FC Bayern München, Borussia Dortmund oder Bayer Leverkusen ein rauer Wind weht.
Und so sollte es kommen: Der Weggang von Olivier Occean (17 Tore in der letzten Saison für die SpVgg) und des Lokalmatadors Stephan Schröck waren kein gutes Omen. Das Theater um den Neubau einer repräsentativen Fußball-Arena im Stadtsüden, der Eklat zwischen Trollichef Mederer und Kleeblatt-Präsident Helmut Hack – Frust auf der ganzen Linie. Die Stimmung der Fans ist inzwischen auch auf dem Nullpunkt. In 19 Spielen schossen die Kleeblätter bislang 11 Tore, sie haben nur ein Spiel – gegen Mainz 05 – gewonnen. Die sportlichen Schwächen auf dem Platz liegen im harmlosen, zu biederen Spiel, übers Mittelfeld kommt man kaum hinaus, und die Aktionen in Richtung Tor sind einfach ungenügend. Vielleicht hilft der neue Stürmer, eventuell die anderen Neuzugänge. Aber sie alle in den Kader zu integrieren, das braucht Zeit.
Machen wir uns nichts vor: Die Spielvereinigung ist ein kleiner Verein mit nicht allzu üppigen finanziellen Mitteln im Haifischbecken der Bundesliga. Sicher kann man sich von Büskens trennen und jemand anderen verpflichten. Aber ob ein neuer Trainer einen echten Impuls bringt, ob er die Spieler mental so motivieren kann, dass es schnell bergauf geht? Schwierig.
Wir haben Ende der letzten Saison unsere journalistischen Möglichkeiten mit unkonventionellen Mitteln ausgeschöpft, um Mike Büskens in Fürth zu halten. Unser „Brief der Greuther-Weiber“ an Frau Büskens im April sprach vielen Kleeblatt-Anhängern aus dem Herzen. Und der Trainer blieb. Aber jetzt? Wir sind mit unserem Latein (fast) am Ende…

1 Kommentar in “Mike oder nicht Mike – das ist hier die Frage!

  1. seien wir ehrlich. eigentlich ist es vollkommen egal wer uns ab nächsten Montag trainiert. die Lage ist aussichtslos, denn…….was ist der Auslöser für diese Misere? nicht das Versagen der Mannschaft, oder des Tainers, sondern das Versagen der „Vorstandschaft“ sprich des Alleinherschers Herrn Hack. als das was jeder Voraussehen konnte, es eng wurde, kam kein Zusammenrücken von Mannschaft,Trainer und Präsidenten. wir hätten eine Chance gehabt, wenn Ursachenforschung betrieben worden wäre und man gemeinsam eine Lösung der Fehler gesucht hätte. aber ein „Gott Hack“ macht keine Fehler, stattdessen dezimiert er sein Umfeld bis nur noch „Jasager“ den Verein nach aussen vertreten und da ist es für ihn oberstes Gebot, dass sein Image im Glanze da steht, aber ich glaube nicht dass er den soliden Familienverein den Fans noch länger verkaufen kann. ich wage die Prognose…nächste Saison DK zwischen 3000 und 4000 und das sind diejenigen, da Spieler, Vorstände, Trainer überlebt haben. ich würde sag…Mike tue dir das nicht länger an!!!!

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