Sensation: Kleeblatt gewinnt gegen Schalke 04!

Schalke 04 ist ja nicht irgendein Verein, nein, in der Gelsenkirchener Veltins-Arena vor 60 000 Zuschauern zu spielen, das hat was. Nach der Frustveranstaltung am vergangenen Samstag gegen Mainz 05 und der Unruhe in den letzten Tagen – Gerüchte um Mike Büskens´drohenden Abgang und der überraschende Wechsel von Sercan Sararer zum VfB Stuttgart – war das 1:2 für mich, ach was, für alle Kleeblattfans wie ein Befreiungschlag.

Erste Halbzeit prima. Das Kleeblatt spielte von Anfang an stark in der Defensive und wusste dem Fünftplatzierten in der Bundesliga viel entgegenzusetzen. Neuzugang Jozsef Varga sorgte für Struktur auf dem Platz. Ich habe ja in den letzten Partien schon an Keeper Wolfgang Hesl gezweifelt und für den Einsatz von Max Grün plädiert. Aber heute war Hesl einer der besten Spieler im Fürther Team. Der Schock für die SpVgg kam dann kurz nach Beginn der 2. Halbzeit mit dem Tor von Michel Bastos. Aber dieses Mal ließen sich die Kleeblätter die Schneid nicht abkaufen. Das Ausgleichstor hat Felix Klaus fünf Minuten später geschossen – er war ja auch der Torschütze beim bis heute einzigen Auswärtssieg der Kleeblätter gewesen. Spannend blieb es in den letzten zehn Minuten. Asamoah ausgewechselt gegen Azemi, die Schalker mobilisierten alle Kräfte, um dem fränkischen Underdog die Leviten zu lesen. Dann gab der Schiedsrichter zwei Minuten Nachspielzeit. Und endlich, endlich geschah das, worauf alle Kleeblattanhänger seit langem warten: Das Kleeblatt hat Glück. Denn Hoffnungsträger Nikola Djurdjic sprintet über den linken Flügel und flankt flach nach innen. Azemi zwingt Hildebrand aus kurzer Distanz zur Aktion, der Ball bleibt im Spiel und Djurdjic köpft ins lange Eck. Mit diesem sensationellen Last-Minute-Sieg für das Kleeblatt hätte niemand mehr gerechnet.
Fazit: Fürths neuer Stürmer Djurdjic gab Klaus die Vorlage für das erste Tor und schoss selbst das entscheidene zweite. Erste Sahne! Und vielleicht waren dem gesamten Team die Spekulationen über Büskens´ Abgang doch in die Knochen gefahren. Chapeau, Jungs, Ihr könnt es offensichtlich doch. Heute ist der erste erfolgreiche Tag des Projektes Klassenerhalt.