Immerhin: Ein Auswärtspunkt fürs Kleeblatt

Die Spielvereinigung beim Hamburger SV. Das Hinspiel hatten die Hanseaten mit 0:1 gewonnen. Und sie waren dieses Mal von Beginn an erdrückend dominierend – trotzdem fiel das erste Tor in der 14. Minute für die Spielvereinigung. Nikola Djurdjic war der Torschütze – ähnlich wie beim Spiel gegen Schalke 04 ist er einer der wenigen Kleeblätter, der eine Gelegenheit auch verwertet. Aber die Freude hielt nicht lange an, denn nur sieben Minuten später kam es durch Maximilian Beister zum Ausgleich. Damit wurden die Karten wieder neu gemischt.

Die Fürther Abwehr stand heute nicht richtig, das war der offensichtlichste Schwachpunkt. Gut, dass van der Vaart Schwächen zeigte und Superchancen nicht verwandeln konnte. Seine Teamkollegen machten es auch nicht besser. Eine halbe Stunde vor Schluss mobilisierten überraschend die Kleeblätter alle Kräfte und hatten gleich drei Möglichkeiten zur erneuten Führung: Djurdjic wurde in letzter Sekunde noch von Rajkovic gestört (66.), Geis prüfte Adler aus der Distanz (68.) und Fürstner zielte nur haarscharf am Tor vorbei (69.). Nun schien das Spiel zugunsten der SpVgg zu kippen. In der 78. Minute wurde der ausgepumpte Djurdjic ausgewechselt. Für den Torschützen kam Gerald Asamoah, der von den Hamburger Fans mit Pfiffen empfangen wurde. Asa hatte in Hamburg sein letztes Tor geschossen – man glaubte an ein gutes Omen. Aber es wurde bis zum Schluss nichts. Ich habe vielmehr gezittert, dass Wolfgang Hesl nicht doch noch hinter sich greifen musste.
Fazit: Ohne alles mies zu machen – aber Greuther-Weiber sind realistisch: Der FC Augsburg hat heute gewonnen und ist mit weiteren drei Punkten abgezogen. Der Abstand des Kleeblatts zum Relegationsplatz beträgt aktuell sieben Punkte, da muss man gegen die nächsten Gegner – den TSG 1899 Hoffenheim und Werder Bremen – alle Kräfte mobilisieren, um das noch wettzumachen.  Und ausnahmsweise hoffen wir am Freitag auf die Unterstützung des Clubs, der gegen den FC Augsburg antreten wird!