Apokalypse now in Fürth

Fürther Fans versuchten in der Vergangenheit immer wieder, ihre Verzweiflung mit Feiern zu kompensieren. So kam es mir auch heute vor: Das Kleeblatt verlor bei der zum „vorzeitigen Endspiel“ hochstilisierten Begegnung gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 0:3. Trotzdem machten einige Kleeblattanhänger im Ronhof aus der Niederlage das Beste und versetzten sich selbst in Feierlaune.

Das Spiel: Ein Debakel auf ganzer Linie. Das erste Tor für den Tabellenvorletzten fiel in der 10. Minute durch Roberto Firmino und schon sechs Minuten später klingelte es wieder in Max Grüns Kasten. Er hatte heute für den verletzten Wolfgang Hesl einspringen müssen und wird sich jetzt vermutlich einiges anhören dürfen. Doch ihm kann man gar nicht den großen Vorwurf machen. Es ist das Versäumnis der Stürmer, der gesamten Mannschaft, dass es praktisch zu keiner wirklich ernsten Chance vor dem Hoffenheimer Tor kam. So ähnlich schreibe ich jetzt schon – gebetsmühlenartig – seit 25 Spielen und allmählich gibt es auch nichts mehr zu diskutieren. Die Spielvereinigung ist offenbar spielerisch nur auf Zweitliganiveau, einfach nicht erstklassig.
Heute hätte man – nach der Steilvorlage des Clubs mit dem Sieg gestern gegen den FC Augsburg – die Chance nutzen können, nein: müssen, und endlich den ersten Heimsieg einfahren. Aber nein, es fiel in der 50. Minute sogar noch ein drittes Tor, und beinahe hätte es in der 65. Minute noch mal gescheppert.

Schade, schade, die Situation ist traurig, die Perspektive praktisch hoffnungslos. Wer auch immer bis Mitte nächster Woche den Trainerjob beim Kleeblatt übernehmen wird: Er kann eigentlich nur noch die letzten beiden Tabellenplätze verwalten und versuchen, dass man in den restlichen neun Spielen noch das eine oder andere Tor schießt. Den Klassenerhalt zu schaffen, das liegt in weiter Ferne.
Gerade fragt einer auf Facebook „Warum hat man den Mike Büskens eigentlich entlassen?“. Darauf fällt uns Greuther-Weibern auch keine vernünftige Antwort ein!

6 Kommentare in “Apokalypse now in Fürth

  1. Warum Mike Büskens entlassen wurde ? Wer das bei dem Zustand der Mannschaft in den er die Mannschaft versetzt hat nicht sieht, der hat nicht wriklich viel Ahnung von Fussball und Mannschaftssport. Büskens hat eindrucksvoll bewiesen, daß er erhebliche taktische und menschliche Defizite hat und dem Trainerjob in der ersten Liga in keinster Weise gewachsen war. Man hat viel zu lange gewarten ihn zurück auf seine Schalke Familiencouch zu schicken.

    • Ne also sorry. Dass der Trainer Fehler gemacht hat ok. Dass etwas passieren musste auch ok. Aber bitte nicht wenn man noch Tage vorher beschwört, dass man ganz im familiären ach so tollen Stil zur Not gemeinsam in die zweite Liga zurückgeht. Und nicht wenn dadurch die Fehler des Präsis nur schlampig kaschiert werden, der einfach nichts vernünftiges eingekauft hat und es sich nebenbei mit Grundstückseignern und Hauptsponsoren mal schnell verscherzt.

      Darf man mal an die irren Aktionen rund um den Stadionneubau erinnern? Oder an die bescheurte PR rund um die Sicherheitsdebatte? Oder das seltsame Ende der EDU-Leihe?

  2. Hallo Herr Hack,
    Sie haben der SpVgg mit der Entlassung des
    Mike Büskens einen Bärendienst erwiesen.sie können das
    wieder gutmachen.Springen Sie über Ihren eigenen Schatten und holen Sie den besten Aufstiegstrainer wieder zurück..
    sortliche Grüße

    Oskar Boser
    10.03.2013

  3. Dazu brauchte es einen „neuen Trainer“? DAS wäre mit Mike Büskens nicht gegangen? „Aber es geht jetzt auch darum, sich vernünftig zu verabschieden“ (Hack) – vernünftig verabschiedet hätte man sich als Team gemeinsam! Wenn man anfängt, gute Leute rauszukegeln braucht man sich nicht wundern, wenn’s keinen Zusammenhalt gibt, Herr Hack!

  4. Okay, das wars dann wohl mit der ersten Liga. Aber bei der verkorksten Situation sollte man besser aufpassen, dass Fürth nicht gleich in die dritte Liga durchgereicht wird in der nächsten Saison. Genug Beispiele dafür gibt es ja.

    • Das stimmt leider – und ich habe an diese Gefahr auch schon gedacht. So weit darf es auf keinen Fall kommen!!

Kommentarfunktion geschlossen.