Fünf Tore im Ronhof, leider nur zwei fürs Kleeblatt!

Das war ein superspannender Ostersonntag-Nachmittag: Die Spielvereinigung empfing die Frankfurter Eintracht im Ronhof – die Mannschaft, die in der vergangenen Saison mit dem Kleeblatt in die erste Bundesliga aufgestiegen ist.
Und das Spiel startete furios. Schon in der 2. Minute traf Stürmer Nikola Djurdjic (Foto) nach Nehrigs Ecke von links ins gegnerische Tor, und der Jubel brandete durch das mit 18 000 Zuschauern ausverkaufte Stadion. Der neue Kleeblatt-Trainer Frank Kramer hoffte, in seiner Heimpremiere Geschichte schreiben zu können. Denn bisher hatten die Kleeblätter ja noch keines ihrer Bundesliga-Heimspiele gewonnen.
Lange konnte sich die Fürther Crew nicht am Vorsprung freuen, denn schon zehn Minuten später schoss Inui den Ausgleich. Bis zur Pause blieb es beim 1:1. Der Frankfurter Coach Armin Veh hatte die SpVgg 1997 als Trainer in die 2. Bundesliga geführt, letzte Woche bei der Eintracht verlängert. Heute tobte er in der Halbzeitpause, denn sein Team hatte so manche Chance nicht umgesetzt.
Seine Motivation trug Früchte, die Tore zwei und drei für Frankfurt fielen. Aber im Gegensatz zum Spiel gegen Hoffenheim standen die Kleeblattfans dieses Mal voll hinter ihrer Mannschaft. Die Gesänge im Ronhof machten Laune und waren offenbar auch ein Schub für das Fürther Team. In der 72. Minute traf Sercan Sararer souverän ins Frankfurter Tor und verkürzte auf 2:3. Jetzt schien alles wieder offen zu sein. Djurdjic wäre um ein Haar noch der Ausgleich gelungen. Doch es blieb bei diesem Endstand.
Ich fand, die SpVgg hat deutlich zugelegt, das Team hat gekämpft und sich nicht einschüchtern lassen. Endlich sind auch mal Tore gefallen – und daran hatten die Fans ihre Freude. Trotzdem: Spiel verloren, wieder kein Punkt für den Tabellenletzten. Es wäre eine Chance gewesen, nach der Niederlage von Hoffenheim und Augsburg den Abstand zu verkürzen. Aber: Leider war’s nichts damit.
Der „Tatort“ heute heißt übrigens „Mord in der ersten Liga“ – wie gruselig!