Kein Heimsieg – Negativrekord des Kleeblatts!

Wie sehr haben die Kleeblattfans für heute einen Heimsieg im Ronhof herbeigesehnt: Das Spiel gegen den SC Freiburg war die letzte Chance für die Fürther, einen historischen Negativrekord zu vermeiden. Noch nie blieb bisher ein Bundesligist zu Hause eine ganze Saison lang sieglos. Doch die Fans wurden enttäuscht: Am Ende ist dem Kleeblatt genau das passiert.
Dabei fing die Partie super an. Nach drei Minuten traf Matthias Zimmermann (Foto) nach einer Vorlage von Edgar Prib das Freiburger Tor und katapultierte den Fürther Teil der 16 735 Stadionbesucher in den siebten Himmel. Der Vorsprung war bis über die Pause zu retten, es gab immer wieder gute Chancen für die Spielvereinigung, die sie aber nicht verwandeln konnte. Bei den Angriffen von Freiburg war Wolfgang Hesl der ruhende Pol und holte mehrere Male die Kohlen aus dem Feuer.

Nach der Pause kamen dann die Gäste immer besser ins Spiel. In der 49. Minute gab es eine umstrittene Entscheidung zugunsten des Kleeblatts: Ein Freiburger Eckball segelte vor das Tor von Wolle Hesl. Ginter köpfte in Richtung lange Ecke, der Ball sprang vom Pfosten zum Keeper, der ihn aus der Luft rausbaggerte. Schiedsrichter Siebert ließ weiterspielen und gab den Treffer nicht. Da hatten die Kleeblätter mehr Glück als Verstand. Doch in Minute 69 fiel dann doch das Ausgleichstor durch Jonathan Schmid. Erst mal kein Grund für die SpVgg, gefrustet zu sein, aber als nur neun Minuten später Kruse das 2:1 erzielte, spürte man, dass beim Kleeblatt der Optimismus den Bach runterging.
Kurz vor Schluss – nach dem Einwechseln von Nöthe und Park (Trainer Frank Kramer setzte jetzt auf noch mehr Offensive) – war zumindest der Ausgleich noch zum Greifen nahe: Nach einer hohen Flanke holte Torschütze Schmid Felix Klaus von den Beinen, und der Referée entschied auf Elfmeter. Nikola Djurdjic legte sich den Ball für den möglichen 2:2-Ausgleich zurecht. Aber Keeper Baumann wehrte erfolgreich ab. Damit rückte Freiburg der Europapokalteilnahme näher. Das Spiel endete 2:1 für die Breisgauer.
Die SpVgg spielte in der Trolli-Arena zehnmal torlos und holte gerade einmal vier Punkte aus 16 Spielen. Selbst Tasmania 1900 Berlin gelang 1965/66 mit umgerechnet neun Heimpunkten eine bessere Bilanz. Nächsten Samstag muss das Kleeblatt am letzten Spieltag zum FC Augsburg. Und für den Konkurrenten aus Bayern geht es ja immer noch um den Klassenerhalt …