Berlin macht doch einem Kleeblatt keine Angst!

Während in Fürth auf dem Grafflmarkt in der Altstadt der Bär tobte (allerdings nur sehr verhalten – es war kühl und regnerisch), konnte die Spielvereinigung in Berlin einen weiteren Sieg feiern und die Tabellenführung zurückgewinnen. Das Spitzenspiel gegen den FC Union Berlin endete 4:2 fürs Kleeblatt.
Nach dem Aufstieg im Jahr 2009 war es Union Berlin vergangenen Sonntag mit dem Sieg gegen Ingolstadt (1:0) gelungen, die Tabellenspitze der Zweiten Liga zu erobern. Als Spitzenreiter empfingen die „Eisernen“ den Bundesligaabsteiger und Tabellenzweiten in ihrem Stadion „An der Alten Försterei“. Die Kulisse für das Freitagabendspiel war eines Spitzenspiels würdig, 19.707 Besucher sorgten in Berlin-Köpenick für ein tolle Kulisse. (Was mich fasziniert: Die Fans des Vereins haben ihr Stadion selbst gebaut. Mehr als 2.300 freiwillige Helfer leisteten während der Umbauarbeiten 2008/2009 140.000 Arbeitsstunden und haben so ihrem Verein einige Millionen Euro eingespart. Ein Engagement in dieser Form ist weltweit ohne Beispiel. Das Stadion ist übrigens ein fast reines Stehplatzstadion.)

Zurück zum Spiel: Wie schon des öfteren in dieser Saison lag das Kleeblatt erst mal mit 1:0 zurück. Benjamin Köhler hatte in der 17. Minute das Führungstor geschossen, sehr zum Unmut der fränkischen Gäste. Bis zur Pause schaffte es die SpVgg dann nicht, den Rückstand aufzuholen. Doch Trainer Frank Kramer hat es in der Kabine mal wieder verstanden, sein junges Team zu motivieren. Und so mussten die Berliner Gastgeber in zwanzig Minuten drei Gegentreffer hinnehmen, sie kamen erst vier Minuten vor dem Abpfiff zum Anschluss durch Simon Terodde.

Den Schlusspunkt setzte dann Zoltan Stieber zum 2:4-Endstand für Fürth. Er war für mich einer der stärksten Spieler auf dem Platz (Foto nach Stiebers erstem Tor). Sein „Doppelpack“ macht deutlich, wieviel Potenzial in dem sympathischen Ungarn steckt. Insgesamt verlief die Begegnung auf Augenhöhe, Union Berlin ist es aber wieder nicht gelungen, seinen „Angstgeger“ Fürth in die Schranken zu weisen.
Für die Spielvereinigung heißt es jetzt: Kräfte tanken und cool bleiben. Denn schon am Dienstag steht ein wichtiges, schweres Spiel an: Im DFB-Pokal spielt das Kleeblatt beim Erstligisten Hamburger SV, der ja immer noch verzweifelt auf Trainersuche ist.