Gegen Dynamo ausgerechnet am Kärwamontag

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat heute die Spieltage 8 bis 15 der 2. Bundesliga zeitgenau angesetzt. Dabei war eine Terminierung alles andere als eine gute Wahl: Das 9. Saisonspiel zwischen der Spielvereinigung und Dynamo Dresden findet am Montag, 30. September, um 20.15 Uhr im Fürther Ronhof statt. Ausgerechnet am ersten Montag der Fürther Kirchweih. Die Fans von Dynamo Dresden sind ja wegen ihres oft inakzeptablen Verhaltens vor, während und nach Spielen berühmt-berüchtigt. Ich erinnere z.B. an die Begegnung im Februar 2012, als Dynamo-Fans Kleeblattfahnen gestohlen haben und die Fürther Fans damit provozierten (Foto).
Sollten viele sächsische Anhänger nach der Begegnung durch das Gelände der Kärwa laufen, ist Ärger eigentlich schon programmiert.
In Facebook haben sich heute kritische Kommentare direkt nach Bekanntgabe des Termins überschlagen. Man hätte doch ohne Probleme den Freitag davor, den 27. September, als Spieltag wählen können, ist dort zu lesen. Da hätte die Kirchweih noch nicht begonnen, und die Gefahr von Ausschreitungen wäre gen Null gegangen. Volker Heißmann, selbst eingefleischter SpVgg-Fan, schreibt: „Hoffentlich geht das gut, und die Chaoten aus Dresden bleiben der Kirchweih fern“.

Bleibt zu hoffen, dass Fürther Fans und „normale“ Kirchweihbesucher den Abend am 30. September genießen können und nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Auf jeden Fall wird ein großes Aufgebot an Polizisten notwendig sein, um zu garantieren, dass im Umfeld des Zweitligaspieles alles friedlich bleibt. Ganz egal, ob das Kleeblatt oder Dynamo das Spiel gewinnt.

Park entfleucht zum KSC

Das Thema Jung-Bin Park ist beim Fürther Kleeblatt Geschichte: Die SpVgg hat die Ausleihe des Spielers vom VfL Wolfsburg beendet. Man hat sich auf eine vorzeitige Auflösung des Vertrages, der noch bis zum Ende der Spielzeit 2013/14 gegangen wäre, geeinigt.
Auf der Kleeblatt-Website kommentiert Präsident Helmut Hack den Wechsel so: „Um ideale Trainingsbedingungen zu haben, mussten wir unseren bestehenden Kader weiter verkleinern.“ Und der sportliche Leiter Rouven Schröder ergänzt: „Für Jung-Bin wäre es schwer geworden, bei uns Spielpraxis zu sammeln. Nach guten Gesprächen haben wir dem Spieler keine Steine in den Weg gelegt, nachdem er das Angebot von Karlsruhe erhielt.“ Auf unserem Foto, das vor zwei Wochen aufgenommen wurde, lässt sich Park noch von einem bekannten fränkischen Modehaus neu ausstaffieren.
Jung-Bin Park wird ab sofort beim Zweitligsten Karlsruher SC spielen, der im Moment auf dem vierten Tabellenplatz liegt. KSC-Sportdirektor Jens Todt hatte bereits vor dem 1:1-Unentschieden gegen den VfR Aalen einen Neuzugang angekündigt. Die Badener haben sich mit dem Vfl Wolfsburg über einen Wechsel geeinigt. Park hat einen Vertrag bis zum 30. Juni 2016 unterschrieben.