Geschenk für Mike Büskens

Zwei Minuten können alles entscheiden im Fußball. Das hat unser Kleeblatt heute in Düsseldorf leider schmerzlich erfahren müssen. Eine Halbzeit super gespielt – einziges Manko:  Nach dem schnellen Tor von Florian Trinks (15.) das 2:0 versäumt. Und genau das sollte sich rächen nach der Pause. Innerhalb der besagten zwei (oder drei?, keiner weiß das so ganz genau) Minuten drehte sich das Spiel komplett. Benschop schoss zweimal hintereinander für „Tuna“ ein. Und Düsseldorf verwandelte sich plötzlich vom hässlichen Entlein, das auf  Platz 16 in der zweiten Liga  herumkrebst, in einen schönen Schwan, dem mit dem 2:1 am Ende der Sprung ein ganzes Stück nach vorne – auf Platz 9 immerhin – gelungen ist. Passend dazu die blütenweißen Trainingsjacken der Fortuna, die vor allem unserem ehemaligen Trainer Mike Büskens sehr gut steht (siehe Foto) – leider muss ich es sagen!

Besonders ärgerlich für die Fürther, dass ihr ehemaliger Spieler Heinrich Schmidtgal sehr viel dazu beigetragen hat, dass die Partie aus unserer Sicht kippte. Schmidtgal zeigte einen Einsatz, wie wir ihn nur zu gut von ihm kennen – ausgerechnet gegen sein früheres Team. Traurig eigentlich – es ist wirklich schade, dass wir ihn verloren haben. Der zweite überragende Mann der Fortuna war für mich Torwart Giefer, ohne den die Düsseldorfer am Ende deutlich schlechter dagestanden hätten.

Nun hat das Kleeblatt die Tabellenführung abgegeben an den 1. FC Köln. Das muss nicht viel heißen im Augenblick, denn die Leistung der Fürther ließ gegen Ende nichts zu wünschen übrig, ein Unentschieden wäre locker drin gewesen. Wobei man auch zugeben muss, dass „Wolle“ Hesl durch eine Super-Parade das 3:1 für die Fortuna verhindert hat.

Der einzige Trost, der für mich bleibt: Irgendwie gönne ich es Mike Büskens, dass er endlich wieder einen Erfolg für sich verbuchen konnte. Mir hat es gefallen, wie freundschaftlich er seine früheren Spieler vor Beginn der Partie begrüßte – und das, obwohl die SpVgg Greuther Fürth ihn für meine Begriffe einfach unwürdig abserviert hat. – Nur dass Büskens ausgerechnet einen Sieg gegen das Kleeblatt eingefahren hat und nicht gegen ein anderes Team als das von Frank Kramer, das hätte nicht sein müssen!