2013: Ein zwiespältiges Jahr für Kleeblattfans

Die beste Nachricht für Kleeblattfans zum Jahresende gleich vorneweg: Hannover 96 hat heute mit Tayfun Korkut einen neuen Trainer engagiert. Damit bleibt also Frank Kramer der Spielvereinigung erhalten.
Euch bleibt hier ein ausführlicher Jahresrückblick, wie man ihn in allen Zeitungen, Radio- und TV-Sendern sehen und hören kann, erspart. Nein, ich will ganz kurz das Jahr 2013 aus Sicht eines Greuther-Weibes Revue passieren lassen.
Der Januar war für die zum ersten Mal in die Erste Liga aufgestiegenen Kleeblätter turbulent. Die Spielvereinigung dümpelt am Tabellenende herum, ein neuer Stern am Stürmerhimmel namens Nikola Djurdjic kommt nach Fürth, und der Trainerstuhl von Mike Büskens wackelt gewaltig. Mitten in meinem Winterurlaub in der Steiermark im Februar erreicht mich dann bei Ankunft eines Freundes die Nachricht, dass sich der Verein von Büskens getrennt hat. Greutherweib „sabbel“ übernimmt es, diese Hiobsbotschaft in unserem Blog zu vermelden. Im März liest Gerald Asamoah – zu diesem Zeitpunkt noch im Fürther Kader – in der Comödie aus seinem Buch und als neuer Coach wird Frank Kramer präsentiert. Ihm fällt die schier unlösbare Aufgabe zu, für das Kleeblatt den Klassenerhalt zu erreichen. Im April erfreut dann wieder mal ein Derbysieg gegen den Club die Herzen der Kleeblattfans. Und ich schreibe über die „Magischen Hände“ des Fürther Keepers Wolfgang Hesl, der dem Team so manches Gegentor erspart.
Im Mai ist es dann klar: Die Spielvereinigung steigt nach nur einer Spielzeit und ohne Heimsieg aus der Bundesliga ab. Der Schlachtruf der letzten Saison – „Nie mehr zweite Liga!“ – gehört der Vergangenheit an. Asamoah wird ohne jeden Stil verabschiedet, die Ära Büskens/Asamoah und deren Erfolge sind damit endgültig passé.
Juni – Sommerpause. Und wieder bin ich im Urlaub, als am 21. Juli die Zweitliga-Saison beginnt. Auf meiner Heimfahrt höre ich im Autoradio, wie das Kleeblatt – dank Torwart Hesl – 2:0 gegen Arminia Bielefeld gewinnt. Prima, denke ich mir, es geht ja noch!
Und damit startet dann auch eine recht erfolgreiche Hinrunde. Im August verletzt sich Nikola Djurdjic und soll lange ausfallen, wir feiern am 27. August unseren 500. Blogbeitrag. Gut gefallen hat mir im September die Ausstellung in der Kofferfabrik zum „Tatort Stadion“. Im Oktober gibt es auf der Fürther Kirchweih einiges zum Thema „Kleeblatt“ zu kaufen, und Coach Frank Kramer wird beim Länderspiel gegen Schweden in Stockholm als Jahrgangsbester des Trainerlehrgangs ausgezeichnet. Im November fangen sich die Kleeblätter nach einigen schwachen Partien wieder. Sie spielen kompakter, und man hat als Beobachter den Eindruck, dass die trainerische Arbeit von Frank Kramer jetzt fruchtet. Ende Dezember dann ein Schreck für Fußballfans in Fürth: Wird der Fürther Coach die Spielvereinigung verlassen, um zu Hannover 96 zu gehen?
Um damit schließt sich der Kreis: Frank Kramer bleibt also hier. Das Kleeblatt kann sich auf einem tollen zweiten Tabellenplatz bis zum ersten Spiel in der Rückrunde am 8. Februar 2014 „ausruhen“ und auf seine gute sportliche Leistung aufbauen. Vielleicht ist dann auch Nikola Djurdjic wieder dabei?

Wir Greutherweiber – kiki, uwo und sabbel – wünschen Euch allen einen guten Rutsch. Und ein gesundes, erfolgreiches und besonders glückliches Jahr 2014. Lasst bei Niederlagen des Kleeblatts die Kirche im Dorf und habt einfach Spaß an Fußball. Hoffen wir gemeinsam auf eine spannende Rückrunde mit einem guten Abschneiden im Mai. Auf einen Aufstieg? Mal sehen…