137 entscheidende Sekunden fürs Kleeblatt

137 ist meine Glückszahl und Autonummer – und genau so viele Sekunden hat es heute gedauert, bis das Kleeblatt aus einem 0:1-Rückstand ein 2:1 machte. Ein spannendes, schnelles Spiel gegen den FC St. Pauli, die ja eigentlich eine „befreundete“ Mannschaft ist. Die uns, und denen wir aber auch nichts schenken.
Mit Euphorie fuhren einige Kleeblattfans schon gestern oder heute früh nach Hamburg, um ihrem Team lautstark den Rücken zu stärken. 28 000 Zuschauer am Millerntor – das hat was und vermittelt allen wieder ein bisschen „Erstliga-Feeling“.

Nach dem Anpfiff passierte tormäßig lange nichts. Umso mehr Gelbe Karten verteilte der Berliner Schiedsrichter Daniel Siebert, als ob er hier kein Spiel von potenziellen Aufsteigern pfeifen, sondern kleinen Schuljungs Manieren beibringen müsste. Natürlich versuchten beide Teams, mit Verve und Leidenschaft das Geschehen zu bestimmen. Am Ende hatte Mr. Sensibel vier Gelbe Karten an St. Pauli und sogar sechs an die SpVgg verteilt (je eine  erhielten Nikola Djurdjic – Foto – und Keeper Wolfgang Hesl).

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete, doch in der 66. Minute traf Sebastian Schachten das Fürther Tor: Buchtmann hatte einen Freistoß vom rechten Flügel an den zweiten Pfosten gehoben, Brosinski schwächelte kurz und Schachten zögerte nicht lange. Er drosch den Ball aus fünf Metern über die Linie – Abseits oder nicht Abseits, das war hier die Frage.
Die SpVgg schien konsterniert, reagierte dann aber eiskalt: Benedikt Röcker köpfte einen Brosinski-Freistoß in der 75. Minute aus fünf Metern Entfernung ins Tor. Und nur 137 (!) Sekunden später traf Ilir Azemi aus sechs Metern mit einem Kopfball zum 2:1. Das Kleeblatt wähnte schon den Sieg in der Tasche, da schlugen die Hamburger kurz vor Schluss doch noch noch einmal zu: Der eingewechselte Maier drehte einen Freistoß von links nach innen, Gonther köpfte auf die Brust von Markus Thorandt, von dort sprang der Ball ärgerlicherweise ins Netz.
Das packende Duell zwischen zwei möglichen Aufsteigern endete 2:2 unentschieden. Respekt, wenn man bedenkt, wie viel Kondition und Kraft eine Englische Woche den Spielern abverlangt. Am 29. Spieltag – Montag, 7. April, um 20.15 Uhr –  tritt das Kleeblatt beim FC Ingolstadt an. Wir warten das locker ab – und beobachten mit Interesse, wie sich die anderen Aufstiegsaspiranten bis dahin so machen!

4 Kommentare in “137 entscheidende Sekunden fürs Kleeblatt

  1. Zwei Hamburger Abseitstore… sehr ärgerlich, na ja, kann man machen nix und ein Punkt in der Fremde ist schon mal gut. Und St. Pauli auf Abstand gehalten ist auch gut 🙂

  2. 137 ist meine Hausnummer – das ist ja wirklich ein Zufall! – Schön, in Italien von solchen Leistungen des Kleeblatts zu lesen! Jetzt nur nicht nachlassen – diese Oberbayern werden wir Franken doch wohl auch noch packen, oder?

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