6:0-Kantersieg: Kleeblatt mit neuem Selbstbewusstsein

Das Spiel heute beim Tabellenletzten Energie Cottbus hat die Kleeblattfans für die unglückliche Heimniederlage gegen 1860 München mehr als entschädigt. Mit 6:0 gewann die Spielvereinigung und hat sich damit eine gewaltige Portion Selbstbewusstsein für das wahrscheinliche Relegationsspiel erkämpft. Denn der heutige Wermutstropfen war der Sieg des Tabellenzweiten SC Paderborn. So blieb Fürth mit 57 Punkten weiter zwei Zähler hinter den Paderbornern.

Ich habe mir – wie die meisten eingefleischten Kleeblattfans – die weite Fahrt nach Cottbus erspart, und das Spiel in einer gut gefüllten Sportsbar angesehen. Die Gesellschaft am Tisch war angenehm, fachmännische Kommentare flogen nur so hin und her. Die Partie begann eher etwas verhalten (höflich formuliert) und ohne Druck und Raffinesse beim Fürther Team. Bis zum 1:0 durch Stephan Fürstner dauerte es dann auch 32 Minuten. Erleichterung! Der nächste Treffer war dann ein echtes Traumtor von Ilir Azemi: Djurdjic flankte beherzt vor das Cottbuser Tor, Uwe Möhrle versuchte zu klären. Aber Azemi reagierte blitzschnell und bugsierte das Leder mit der Hacke (!) ins Tor (44.). Ein supereleganter Treffer, von dem man in Fürth sicher noch länger schwärmen wird.
In der zweiten Halbzeit machten die Kleeblätter auf dem Platz dann, was sie wollten. Die Tore fielen beinahe im Minutentakt. Nikola Djurdjic, der heute aufmerksam mögliche Chancen erkannte und souverän reagierte, schob den Ball nach einem Konter und einer flachen Hereingabe von Brosinski zum 3:0 ins Tor (69.). Fünf Minuten später traf Goran Sukalo nach einer Ecke (74. Minute). Und Azemi köpfte dann nach einer Flanke von Gießelmann (84.) problemlos zum 5:0 in den Cottbuser Kasten (Foto). Doch damit nicht genug. Für seine heutige gute Leistung wurde Djurdjic eine Minute später belohnt: Er traf zum 6:0-Endstand. Katzenjammer bei den schon abgestiegenen Cottbussern.

Ein tolles Ergebnis. In der zweiten Halbzeit gelang unserer Mannschaft heute einmal all das, was sie sich vorgenommen hatte. Sie wird durch diesen hohen Sieg einen gewaltigen Schub für das letzte Saisonspiel am kommenden Sonntag, 11. Mai, gegen den SV Sandhausen bekommen. Der Relegationsplatz ist der Spielvereinigung (sollte das Kleeblatt nächste Woche verlieren und der Verfolger – der 1. FC Kaiserlautern – gewinnen) aufgrund des besseren Torverhältnisses nicht mehr zu nehmen. Und wenn das Kleeblatt zu Hause gegen Sandhausen einen Sieg einfahren sollte, und Paderborn verliert oder unentschieden spielt, dann würde die SpVgg wieder auf dem Aufstiegsplatz liegen. Und den hätte sie sich nach der heutigen Leistung auch mehr als verdient!