Vielversprechender Einstieg in die neue Zweitliga-Saison

Es war großes Glück, dass die erste Begegnung des Kleeblatts in dieser Zweitliga-Saison 2014/15 kein Heimspiel war. Denn während die Spielvereinigung in Bochum gegen den VfL spielte, war in Nürnberg und Fürth bei einem starkem Sommergewitter Land unter. Unwetterstufe „orange“ und „rot“ – da ging’s in Fürth ab, und das Bardentreffen in Nürnberg war für kurze Zeit wie leergefegt.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Fußballspiel endete unentschieden 1:1, und so hat das Kleeblatt einen ersten Punkt eingefahren. Auf dem Platz ging es intensiv und leidenschaftlich zu, insbesondere in der ersten Halbzeit und gegen Ende der Partie. Beide Tore waren etwas kurios: Nach einem Fehler von Zsolt Korcsmár wurde er von hinten von Sestak bedrängt und verlor den Ball leichtsinnig. Diese Chance ließ sich Simon Terodde nicht nehmen und traf mit einem Linksschuss lässig zum 1:0 für den VfL. Doch drei Minuten später kam das Kleeblatt zum Zug: Der Bochumer Celozzi spielt einen viel zu kurzen Rückpass auf Keeper Andreas Luthe. Der „neue“ Fürther Kacper Przybylko kamt dazwischen und machte den 1:1-Ausgleich.

VfL Bochum - SpVgg Greuther FürthDie Neuzugänge der Spielvereinigung – erfahrene Spieler und junge Wilde – machten heute eine gute Figur – in leuchtendem Orange. Vor 18.100 Zuschauern im Rewirpower-Stadion kam es zu genauem Abspiel und guten Paraden. Stephan Schröck agierte schnell, hatte echte Soli und man merkte, dass er Spaß daran hat, wieder bei seinen Kleeblättern zu sein.

Schon bei der Weltmeisterschaft in Brasilien hat mich des öfteren Torhüter Manuel Neuer Nerven gekostet. Er war in einigen Spielen weit im Sechzehnmeterraum und hat dort praktisch die Rolle eines Liberos eingenommen. Ganz so drastisch war es heute mit dem Fürther Keeper Wolfgang Hesl nicht. Aber mehr als einmal wagte er sich verdammt weit aus seinem Kasten raus – und fast wäre ihm das zum Verhängnis geworden. Nur mit einer spektakulären, echten „Hesl-Parade“ gelang es ihm in der 73. Minute, den Schuss von Yusuke Tasaka zu parieren.

Insgesamt ein guter Start. Bis zum Montag, 11. August, kann das Kleeblatt jetzt Luft holen. Denn dann ist schon das Lokalderby gegen den 1. FCN im Ronhof. Und da brennt die Hütte!