Angeschlagene Stimmung in Fürth

Heute war aus Fürther Sicht wirklich kein guter Tag: Das Wetter war entgegen aller Prognosen nicht gut, Sonne und Regen wechselten im Stundentakt und die Temperaturen sind seit einigen Wochen nicht mehr sommerlike. Die zahlreichen Baustellen um und in Fürth gehen kaum voran und zehren an den Nerven. Da hilft nur eines: Die Stadt in Richtung Süden verlassen  – und nach Ingolstadt fahren, um dort die Spielvereinigung gewinnen zu sehen.

FC Ingolstadt 04 - SpVgg Greuther FürthAber auch diese Rechnung ging heute nicht auf. Im dritten Zweitligaspiel verlor das Kleeblatt nach dem Unentschieden gegen den VfL Bochum, dem fulminanten 5:1-Erfolg gegen den „Club“ (und dem 3:0 in der ersten Runde des DFB-Pokals) gegen den FC Ingolstadt mit 0:2.
Die SpVgg begann die Partie ganz erfolgversprechend, ließ aber nach einer knappen halben Stunde nach. Das wussten die „Schanzer“ zwar nicht effektiv umzusetzen, aber das Spiel war zerfahren, es gab viele Fouls und es lief einfach nicht rund. Die zahlreichen in den Audi-Sportpark angereisten Kleeblattfans (Foto) hatten deshalb nicht allzu viel Freude.
Nach über einer Stunde konnte FCI-Trainer Ralph Hasenhüttl zum großen Leidwesen der SpVgg aufatmen: Im Mittelfeld ging Trinks nicht richtig auf da Costa zu, der Ingolstädter Außenverteidiger passte zu Lex, der auf Mathew Leckie weiterleitete, und der Australier ließ Röcker abtropfen und traf aus zehn Metern flach ins Tor von Keeper Wolfgang Hesl.
Mit der Einwechslung von Zulj und Cinar leitete Kleeblatt-Coach Frank Kramer die erhoffte Schlussoffensive seiner Mannschaft ein. Doch es wollte heute einfach nicht klappen: Es war erneut Leckie, der Pascal Groß eine Steilvorlage gab, der wenige Meter vor dem Strafraum von Florian Trinks nicht bewacht wurde. Groß nahm den Ball völlig relaxt an, schoss unhaltbar ins linke untere Eck: 2:0 in der 81. Minute und das war dann auch Endergebnis.

Pech hatte der Coach der SpVgg Frank Kramer heute auch mit seinem Kader, er musste krankheitsbedingt u.a. auf Stephan Schröck verzichten. Und auch Ognjen Mudrinski war nicht dabei. Aus gutem Grund: Die SpVgg hat sich mit ihm auf eine vorzeitige Beendigung des bestehenden Arbeitsvertrages geeinigt. Präsident Helmut Hack kommentiert seinen Weggang pragmatisch:

„Ognjen hat sich seit dem letzten Jahr sehr bemüht und gut gearbeitet um zu Spieleinsätzen zu kommen. Jedoch ist es leider Tatsache, dass die beiderseitigen Hoffnungen und Erwartungen nicht umgesetzt werden konnten. Die jetzige Situation und die fehlende sportliche Perspektive waren weder für den Spieler noch für uns gut. Wir wünschen Ognjen, dass er schnell den passenden Verein findet wo er wieder regelmäßig spielen kann.“

Damit ist das Thema Mudrinski für das Kleeblatt Geschichte. Und man richtet das volle Augenmerk auf das Schlagerspiel am 1. September gegen den FC St. Pauli im Stadion am Laubenweg. Und bis dahin hat sich die Stimmung in Fürh auch wieder gebessert.