Freundschaftlicher 3:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli

SpVgg Greuther Fürth - FC Sankt PauliEs gibt Fußballabende, die sind voller Emotionen und Anspannung im Vorfeld und während des Spiels – ich denke nur an das Frankenderby vor drei Wochen gegen den 1. FC Nürnberg im Ronhof. Die gesamte Stadt Fürth war wie im Belagerungszustand, mit einem riesigen Polizeiaufgebot und stundenlang kreisenden Hubschraubern über dem Stadion.
Dagegen hatte die Stimmung gestern wieder mehr sportlichen Charakter, sie war entspannter und freundschaftlicher. Die Spielvereinigung empfang den FC St.Pauli im Stadion am Laubenweg. Das Spiel ging – ganz im Sinne der Fürther Fans – verdient mit 3:0 aus. Damit liegt das Kleeblatt-Team auf dem siebten Tabellenplatz und – besonders wichtig! – vor dem Club. Mit 9:4 erzielten Toren in vier Spielen ist die SpVgg vom Torverhältnis her pari mit Tabellenführer VfL Bochum. Und nur einen Punkt von der Tabellenführung entfernt.
Gut 14.300 Zuschauer waren gestern Abend im Ronhof, eigentlich hätte man mit „Full House“ rechnen können, aber es sind ja immer noch viele in den Sommerferien. Einen guten Einstieg in die Partie hatten beide Mannschaften, aber das erste Tor in der 21. Minute schaffte Fakten: Niko Gießelmann gab eine Flanke nach Maß an Kacper Przybylko, die der Pole mit dem Kopf souverän ins Tor vom FC St. Pauli beförderte. Das war das zweite Tor des neuen Fürther Stürmers im vierten Spiel. Noch jubelten die Kleeblattfans, als der aufgerückte Zsolt Korcsmar nach einer punktgenauen Stiepermann-Hereingabe zur Stelle war und auf 2:0 erhöhte.
Das war für die Hamburger ein harter Schlag. Dem konnten nicht einmal die zahlreichen Ex-Kleeblätter im Hanseatenteam – Nehrig, Nöthe und Sobiech – etwas Substantielles entgegensetzen. Und auch nach der Pause kamen die Paulianer nicht besser ins Spiel. Dafür krönte Florian Trinks mt einem preisverdächtigen direkten Freistoß (Foto) den Heimerfolg zum 3:0. Bedauernswert war für mich der Keeper vom FC St.Pauli. Philipp Tschauner ist gebürtiger Schwabacher und verbrachte seine Jugend und seine Anfänge im Profifußball in Nürnberg, wo er sämtliche Jugendmannschaften durchlief. Tschauner musste gestern drei Mal hinter sich greifen, und nur mit einer guten Parade in der 89. Minute gegen den eingewechselten Neu-Fürther Robert Zulj konnte er das Totaldebakel seines Kiez-Klubs verhindern. Außerdem: Hoffen wir, dass die verlorene Partie nicht den St.-Pauli-Coach Roland Vrabek seinen Job kosten wird!
Insgesamt eine schnelle und sehenswerte Partie. Mir persönlich hat Stephan Schröck mal wieder gut gefallen, der mit schnellen Dribblings und Schlenzern um seine Gegenspieler dem Spiel seinen Stempel mit aufdrückte.

Am Wochenende ist wegen des morgigen Spiels gegen den WM-Finalgegner Argentinien Länderspielpause. Erst am Sonntag, 14. September, ist die Spielvereinigung in der Zweiten Liga wieder am Drücker. Dann in einem Auswärtsspiel gegen den SV Sandhausen. Zur Überbrückung der Zeit gastiert das Kleeblatt aber am Donnerstag, 4.September, um 17.30 Uhr zu einem Freundschafts-/Testspiel bei der SpVgg Ansbach im Sportpark PIRGOL in Ansbach.

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