Ende gut, alles gut: 2:1-Heimsieg gegen die Roten Teufel

SpVgg Greuther Fürth - FC KaiserslauternDas war ein schnelles und spannendes Spiel. Aber lange sah es nicht so aus, als ob die Spielvereinigung heute im Ronhof gewinnen würde.

Nachdem vormittags viele Busse mit „Gäste-Fans“ durch die Fürther Stadt gefahren waren, war ich schon mal nicht relaxt: Wilde Anhänger der „Roten Teufel“ trommelten und schlugen von innen an die Busscheiben. Riskante Situationen für die Busfahrer. Unnötig und unerfreulich.

Die Partie vor ca. 13.000 Zuschauern im Stadion am Laubenweg begann temperamentvoll. Nicht ganz überraschend gerieten die Gäste vom 1. FC Kaiserslautern dann in der 11. Minute durch Alexander Ring in Führung. Das erforderte beim Kleeblatt mehr Effektivität, was nicht gelang. Für meinen Geschmack war die Mannschaft heute vorne zu harmlos, sie hatten in der ersten Halbzeit keine einzige Torchance.  Zwar konnten sie mit den Roten Teufeln im Tempo und den Zweikämpfen mithalten, aber ein Fürther Sturm war praktisch nicht vorhanden.
Aber offenbar schaffte es Trainer Frank Kramer in der Pause, seine Spieler zu motivieren und auch von der Verteilung der Aufgaben her umzustellen. Wie ausgewechselt spielte jetzt das Kleeblatt und drehte das Blatt um 180 Grad. Resultat war dann in der 57. Minute nach einem Abwehrfehler des FCK das Ausgleichstor durch Marco Stiepermann. Das wirkte wie ein Befreiungschlag für das Team und die Fans. Nur wenige Minuten später wäre es sogar fast zum 2:1 für das Kleeblatt gekommen: der „rote“ Keeper Tobias Sippel ließ den Ball aus den Händen durch die Beine rutschen, packte dann aber rechtzeitig wieder zu und verhinderte so ein weiteres Tor. Eine Minute später flankte Pledl in die Mitte zu Przybylko, der aus drei Metern den Ball am halbleeren Tor vorbeischoss. Herzschlagminuten für alle Kleeblattanhänger. Bis dann in Minute 82 endlich das erlösende 2:1 geschah: Tom Weilandt schob den Ball locker-flockig ins FCK-Tor. Und so lautete dann auch der Endstand. Wobei man in den letzten zehn Minuten zittern musste, ob die Gäste den Ausgleich doch noch schaffen.

Insgesamt ein hochklassiges Spiel zum Anschauen. Temporeich und kurzweilig. Und dass die SpVgg als Sieger mit drei Punkten vom heimischen Platz ging, das war prima. Die Mannschaft liegt aktuell mit 10 Punkten auf Tabellenplatz acht. Und damit fünf Plätze vor dem Lokalrivalen. Schon am Dienstag, 23. September,  findet am 7. Spieltag ab 17.30 Uhr das nächste Heimspiel gegen den VfR Aalen statt.
Außerdem: Der 1. FC Kaiserslautern ist ja der nächste Gegner der SpVgg in der 2. Runde des DFB-Pokals. Die Begegnung am 28. Oktober auf dem Betzenberg verspricht hochinteressant zu werden!