Ein Schritt in die richtige Richtung!

Das war ein wirklich spannendes Fußballspiel: Gestern musste das Kleeblatt gegen den Tabellenzweiten – Fortuna Düsseldorf – auswärts ran, und schon vorab waren viele Fans und Journalisten skeptisch, wie man sich wohl gegen diese Mannschaft würde behaupten können. Denn die hatte es sich fest vorgenommen, mit einem Sieg die Spitze der Zweiten Liga zu erklimmen.

Fortuna Düsseldorf - SpVgg Greuther FürthAber: Die Spielvereinigung hat es den Nordrhein-Westfalen schwer gemacht, die Partie ging unentschieden 3:3 aus. Spielerisch kehrten die Kleeblätter mal wieder zu ihren „alten Form“ zurück. Offenbar ist es Coach Frank Kramer doch gelungen, die Stammakteure und neuen Spieler in den letzten Wochen zu motivieren und ihnen klar zu machen, wie man auch einen schwierigen Gegner knacken kann. Kramer hat nach wie vor mit vielen Verletzten zu kämpfen, gestern fehlte noch dazu Motor Stephan Schröck (Gelb-Sperre). Aber – wie es manchmal eben so ist -, ich hatte den Eindruck, sein Fehlen hat seine Mitspieler noch mehr angespornt.

Das erste Tor der Düsseldorfer kam überraschend in der 10. Minute durch einen katastrophalen Abwehrfehler: Marco Caligiuri spielte einen für Wolfgang Hesl völlig unerwarteten Querpass zurück zum Fürther Keeper. Konfusion, Hesl prallte mit Joel Pohjanpalo zusammen. Schiedsrichter Dr. Jochen Drees ließ weiter laufen, und Benschop schoss ins leere Tor zum 1:0. Kurze Überraschungsphase beim Kleeblatt, aber Tom Weilandt zirkelte drei Minuten später einen Freistoß sieben Meter vor das Tor, wo Niko Gießelmann akkurat ins rechte Eck zum 1:1 einköpfte.
Das nächste Tor für die SpVgg sollte dann erst in der 54. Minute fallen. Robert Zulj gelang ein schönes Kopfballtor (Foto). Und ab diesem Moment hatten die Kleeblätter spürbar Spaß am Fußball und dominierten Düsseldorf. Bis 13 Minuten vor Spielende, als Pohjanpalo den Ausgleich schaffte. Und es sollte noch schlimmer kommen: Wolfgang Hesl, der ja gestern nach seinem Mittelhandbruch zum ersten Mal wieder im Fürther Tor stand, unterlief ein fataler Fehler, als er Charlison Benschop im eigenen Strafraum umräumte. Natürlich: Elfmeter für Fortuna, den Benschop souverän verwandelte. Aber dann zeigte das Kleeblatt einfach Courage und hatte das nötige Quäntchen Glück: Eine Flanke von Przybylko von rechts ließ Wurtz für Robert Zulj durch, der dann mit einem direkten Schuss aus elf Metern zum 3:3 einlochte.

Fazit: Ein schöner Fußballabend, an dem das Kleeblatt im Vergleich zu den letzten Wochen wie ausgewechselt wirkte. Kapitän Wolfgang Hesl ist zwar ein „Fels in der Brandung“, aber gestern unterliefen ihm zu viele Fehler. Eigentlich war er an allen drei Gegentoren nicht ganz unschuldig. Schon am kommenden Freitag, 28. November, empfängt die Spielvereinigung um 18.30 Uhr den 1. FC Heidenheim im „Stadion am Laubenweg“. Der steht aktuell auf dem vierten Platz der Zweitliga-Tabelle. Also: Wieder eine harte Nuss fürs Kleeblatt. Die allerdings auch zu knacken sein müsste!