Zu harte Nuss fürs Kleeblatt

SV Darmstadt 98 - SpVgg Greuther FürthPassend zum Nikolaus-Tag gab es heute eine harte Nuss zu knacken für das Kleeblatt: gegen den Tabellendritten SV Darmstadt 98. Das Team von Trainer Dirk Schuster, seit 5. Oktober ungeschlagen, hatte angekündigt, der Spielvereinigung den Spaß am Spiel verderben zu wollen. Das gelang den Hessen jedoch nicht ganz – sie kamen selbst nie richtig gut in die Partie. Beide Mannschaften setzten hauptsächlich auf die Abwehr, schafften es viel zu selten in den gegnerischen Strafraum, machten bereits früh dicht. Und wo es keine Lücken gibt, fallen eben auch keine Tore. So blieb es am Ende bei einem 0:0-Unentschieden.
Dabei hatten die Fürther in der ersten Halbzeit die Begegnung am Böllenfalltor über weite Strecken dominiert, waren häufiger am Drücker als der SVD, gewannen fast alle Kopfball-Duelle und waren klar öfter in Ballbesitz. Doch im Abschluss fehlte es – wieder mal! – an der notwendigen Präzision. So schoss zum Beispiel Kacper Przybylko mehrmals weit am Kasten des Gegners vorbei. Spielvereinigungs-Keeper Wolfgang Hesl ließ im Darmstädter Merck-Stadion zunächst ein paar Unsicherheiten erkennen, steigerte sich im Lauf der Partie aber sichtlich und fand zu seiner Form zurück.
Nach dem Seitenwechsel konnte das Kleeblatt leider nicht an die Leistung anschließen, die es vor der Pause gezeigt hatte. Die Spielqualität sackte insgesamt ab, es gab auf beiden Seiten jede Menge Fehlpässe, und auch die Zahl der Fouls nahm zu. Schön anzuschauen war das nicht, was uns die „Kleeblätter“ und die „Lilien“ da boten: zahllose Duelle im Mittelfeld, kaum gefährliche Szenen, Torschüsse Mangelware. In der 65. Minute schien es dann plötzlich aus Fürther Sicht einen Lichtblick zu geben: Benedikt Röcker traf das Darmstädter Tor aus fünf Metern. Doch zu früh gefreut: Die Schiedsrichter hatten Goran Sukalo im Abseits gesehen und abgepfiffen. Da halfen auch keine Diskussionen mit Fürths Trainerbank…
Die drei „Joker“, die Kleeblatt-Coach Frank Kramer noch einsetzte – Weilandt für Wurtz, Stiepermann für Schröck und Korcsmar für Zulj –, konnten das Blatt nicht mehr zugunsten der SpVgg wenden. Im Gegenteil: Zum Ende des Spiels hin hatte der SV 98 noch einige Chancen, vor allem nach mehreren Eckbällen. Zum Glück trafen die Lilien aber genauso schlecht wie die Kleeblätter.
Schade, ein Sieg der Spielvereinigung wäre drin gewesen und hätte uns den Nikolaus-Tag versüßt. Nun müssen wir uns mit einem Punkt trösten – und vielleicht auch mit einem Schokoladen-Nikolaus in Weiß-Grün. Schokolade macht schließlich auch glücklich.