Jetzt muss sich das Kleeblatt warm anziehen!

SpVgg Greuther Fürth - Union BerlinWas ist das Besondere an Spielen des Fürther Kleeblatts? Dass man von Begegnung zu Begegnung mitzittert und immer hofft, dass die Spielvereinigung im Abstiegskampf in die 3. Liga keine unnötigen Punkte auf dem Weg liegen lässt.

So war es auch heute wieder: Beim NZ-Tipp für das Spiel gegen den 1. FC Union Berlin im Ronhof hatte ich blauäugig 2:1 für die Spielvereinigung getippt. Sehr optimistisch! Ein Wermutstropfen war, dass Torwart Wolfgang Hesl heute nicht antreten konnte, weil er sich kurz vor dem Anpfiff beim Aufwärmen verletzt hatte. Für ihn kam Mark Flekken (Zweitliga-Debüt) ins Kleeblatt-Tor. Das erste Tor machten die Gäste aus Berlin schon in der achten Minute. Der Schreck bei den Kleeblattfans im Stadion war groß. Bis zur Halbzeitpause gab es dann zwar ein paar ganz gute (und das ist fast schon geschmeichelt) Chancen für die Heimmannschaft, den Rückstand aufzuholen. Doch erst in der 50. Minute gelang dem Fürther Stürmer Sebastian Freis mit seinem ersten Saisontor der verdiente 1:1-Ausgleich. Die heimischen Fans konnten erst mal aufatmen.

Das Problem für das Kleeblatt ist seit Samstag, dass durch die Siege von St. Pauli, 1860 München und dem VfR Aalen die Luft auf den Abstiegsrängen der 2. Liga dünner geworden ist. Das heißt, die Konkurrenten sind dem Kleeblatt dicht auf den Fersen. So schoss nur eine Minute nach Freis‘ Tor in Fürth der unmittelbar davor eingewechselte Rico Benatelli das Führungs- (und letztlich auch Sieg-)Tor für Erzgebirge Aue beim FSV Frankfurt. Und damit steht auch diese Mannschaft nur drei Punkte hinter der SpVgg auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Zurück zum Spiel im Ronhof. Beim 1:1 sollte es nicht bleiben. In der 79. Minute gelang Parensen mit einem Linksschuss das 2:1 für Union Berlin. Und für die Fürth-Anhänger ging das Zittern weiter. Erst eine Minute vor dem regulären Spielende schoss Johannes Wurtz (seine Freude dokumentiert das Foto) zum 2:2 ins Berliner Tor. Und rettete dem Kleeblatt damit einen vielleicht bei Saisonende lebenswichtigen Punkt.
Welche Verletzung Keeper Wolfgang Hesl hat, war bis Spielende nicht zu erfahren. Sollte er für die nächsten Spiele ausfallen, muss sich die SpVgg bei den letzten Partien warm anziehen. Das nächste wichtige Spiel ist am kommenden Samstag, 25. April, um 13 Uhr beim Tabellenvierten Karlsruher SC.

Um es allen noch einmal drastisch vor Augen zu halten – so sieht das Ende der Zweitligatabelle nach dem 29. Spieltag aktuell aus:
13. 1. FC Nürnberg 35 Punkte
14. SpVgg Greuther Fürth 31 Punkte
15. TSV 1860 München 29 Punkte
16. FC St. Pauli 28 Punkte
17. FC Erzgebirge Aue 28 Punkte
18. VfR Aalen 27 Punkte