Mielitz und Stiepermann: die Helden des Tages

Das war heute eine unterhaltsame und dann sogar auch erfolgreiche Partie im Stadion am Laubenweg! Das Kleeblatt traf auf den TSV 1860 München. Seit einigen Jahren der Angstgegner schlechthin, denn gegen kein anderes Team haben die Münchner Löwen in der Zweiten Liga öfter gewonnen als gegen die Spielvereinigung: 16 Mal. Aber diese Serie wurde heute ENDLICH gestoppt.

Das Kleeblatt startete dynamisch ins Spiel, gute Chancen konnten aber weder Jurgen Gjasula noch Veton Berisha verwandeln. Dann drehten die Gäste aus München die Partie, das Spiel wurde ausgeglichener, und die Löwen hatten auch gute Tormöglichkeiten, die aber Gott sei Dank nicht in den Kasten von Sebastian Mielitz gingen. Zur Halbzeitpause stand es also 0:0. Kaum waren beide  Mannschaften wieder auf dem übrigens völlig überwässerten Rasen im Stadion – was ist dem Platzwart denn da passiert? -, als Veton Berisha dem nachgerückten Marco Stiepermann den Ball abgab. Der machte nicht lange rum und schoss den Ball in der 47. Minute ins linke Eck des Münchner Tors. 1:0! Aufatmen bei den Kleeblattfans, jetzt galt es, den Vorsprung zu halten.

SpVgg Greuther Fürth - TSV 1860 MünchenDass heute tatsächlich drei Punkte auf das Fürther Punktekonto dazukamen, hat die Mannschaft ihrem Keeper Sebastian Mielitz zu verdanken, dem es gelang, mehrere gefährliche Torchancen der Sechziger zu vereiteln. Einmal hielt er mit Hand, Fuß und erneut mit der Hand. Dann vereitelte er eine Attacke von Okotie und riss anschließend bei einer Ecke geistesgegenwärtig die Arme hoch (83. Minute). Wegen minutenlanger Unterbrechungen wurden insgesamt fünf Minuten nachgespielt. Und Mielitz verhinderte in den letzten Spielsekunden, dass die Flanke des Ex-Fürthers Daniel Adlung im Kleeblatt-Tor einschlug.

Ein wichtiger 1:0-Heimsieg der Spielvereinigung gegen 1860 München. Nicht nur vom Ergebnis her, sondern vor allem für die Moral des in den vergangenen beiden Spielen stark gebeutelten Kleeblatts. Torwart Sebastian Mielitz entwickelt allmählich Wolfgang Hesl-Qualitäten. Wenn auch die Fürther Defensive so eine sichere Bank wäre wie er, hätten wir schon viel gewonnen. Doch hier lauern die offensichtlichen Schwächen der Mannschaft: Standardsituationen – wie Freistöße und Eckbälle – werden nur mangelhaft pariert. Die zehn Gegentore in den Spielen gegen den VfL Bochum und den SC Freiburg kamen ja nicht von ungefähr.

Die Spielvereinigung ist am nächsten Freitag, 30. Oktober, beim Frank Kramer-Team Fortuna Düsseldorf zu Gast. Die Düsseldorfer haben heute 1:2 gegen RB Leipzig verloren und liegen aktuell auf dem drittletzten Platz der Zweiten Bundesliga. Bis morgen Mittag darf sich das Kleeblatt über seinen vierten Rang in der Tabelle freuen. Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen!