Jetzt rüstet das Kleeblatt auf

Die Spielvereinigung ist seit Wochen im Umbruch. Nach der Trennung von einigen Spielern, langjährigen Mitarbeitern und der Verpflichtung eines neuen Direktors Profifußball (Ramazan Yildirim) gibt es jetzt den ersten Winterneuzugang: Ronny Marcos kommt vom Hamburger SV. Marcos wurde als Sohn eines mosambikanischen Vaters und einer deutschen Mutter 1993 im holsteinischen Oldenburg geboren. Sein aktueller Wert auf dem Transfermarkt liegt bei 600.000 Euro, die Ablöse betrug 100.000 Euro. Der linksfüßige (und linkshändige) Defensivspieler kann insbesondere in der Außenverteidigung sowie im Mittelfeld eingesetzt werden. Marcos absolvierte in Fürth den Medizincheck, unterschrieb  einen Zweieinhalbjahresvertrag bis Juni 2018 und nahm dann sofort am Trainingsbetrieb teil. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und will hier in Fürth viel lernen. Es ist für mich jetzt an der Zeit diesen Schritt zu gehen“, so Ronny Marcos am Rande der Vertragsunterzeichnung. Ramazan Yildirim sieht ihn so: „Ronny ist ein Spieler mit viel Willen, der Talent und Schnelligkeit mitbringt. Wir werden ihn dabei unterstützen, dass er bei uns die nächsten Entwicklungsschritte gehen kann.“

Ronny Marcos durchlief die Jugendmannschaften von Lübeck und Hansa Rostock, ehe er im Januar 2014 zur zweiten Mannschaft des Hamburger SV wechselte. Dort hat man ihn in der Spielzeit 2014/15 neun mal im Profikader der ersten Mannschaft eingesetzt (sein Bundesligadebüt war Ende November 2014). Nachdem HSV-Trainer Bruno Labbadia anderen Spielern den Vorrang gegeben hat und Marcos in der Hinrunde der Saison 2015/16 nur noch in der zweiten Mannschaft des HSV in der Regionalliga zum Einsatz gekommen war, wechselte er jetzt zur Rückrunde in die 2. Bundesliga nach Fürth.
Marcos hat übrigens schon seinen ersten Einsatz für die mosambikanische Nationalmannschaft hinter sich: Mitte Juni 2015 reiste Marcos erstmals zu einem Länderspiel und gab am 14. Juni 2015 bei der 0:1-Niederlage Mosambiks im Afrikacup-Qualifikationsspiel gegen Ruanda sein Länderspieldebüt. „Es war ein Traum und eine große Herausforderung“, berichtete Marcos nach dem Spiel, in dem er die Niederlage am Ende aber nicht verhindern konnte.