Dokufilm: Fußball im KZ Theresienstadt

Am Mittwochabend, 3. Februar, sollte man sich um 19 Uhr einen ungewöhnlichen Dokumentarfilm im Babylon Kino am Fürther Stadtpark ansehen: die Dokumentation über die „Liga Terezin“. Das Konzentrationslager Theresienstadt diente den Nazis als „Vorzeigeghetto“. Es war das einzige Lager mit einer Fußball-Liga, im Kasernenhof spielten Gefangene gegeneinander. Die Deutschen nutzten Filmaufnahmen davon für ihre Propaganda. Der Computerspezialist Oded Breda hat auf den Propaganda-Bildern seinen Onkel Pavel entdeckt und wollte dann mehr erfahren. Er sammelte Informationen und produzierte mit zwei Filmemachern eine Dokumentation über die „Liga Terezin“. Anlässlich des Holocaust-Gedenktages 2016 stellt Breda den Film mit dem israelischen Filmemacher Mike Schwartz in elf deutschen Städten vor, u.a. auch in Fürth.
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Alle Interessierten sind nach der Vorstellung dazu eingeladen, mit den Filmemachern über die Hintergründe des Films und das Geschehen in Theresienstadt zu diskutieren. Theresienstadt wurde als Ort mit „jüdischer Selbstverwaltung“ dargestellt, Juden wurde versprochen, in ein Altersheim zu kommen. Über 33 000 Menschen starben in Theresienstadt, über 86 000 wurden von dort  in Vernichtungslager deportiert. Aus Fürth wurden 223 Frauen, Männer und Kinder nach Theresienstadt deportiert. Der Jüngste war fünf Monate, der Älteste 92 Jahre alt – beide wurden ermordet.
Anwesend sind morgen Abend Oded Breda, Produzent des Films und Leiter der Gedenkstätte Beit Theresienstadt (Tel Aviv), Mike Schwartz, Produzent des Films (Tel Aviv), Siegfried Imholz (Fürth) sowie Daniel Burghardt aus Erlangen.
Der Abend wird u.a. vom Fanprojekt Fürth, den Horidos 1000 und Stradevia 907 veranstaltet.