Ganz und gar kein Wiederauftakt nach Maß

Fürth gegen PauliFürth gegen Pauli, das ist ein Klassiker, der traditionell einiges an Brisanz und Spannung verspricht. Man muss sich da nur das Hinspiel aus dem August 2015 zu Gemüte führen: 2:3 endete die wirklich sehenswerte Partie damals aus Sicht der Fürther, denkbar knapp also und Fürths Trainer Ruthenbeck war von der spielerischen Leistung seines Teams auch durchaus angetan. Vielmehr ärgerte sich Ruthenbeck hinterher heftigst darüber, dass offensiver Fußball in der Zweiten Liga (Ruthenbeck nannte sie damals sogar „Scheiß-Liga“) einfach nicht belohnt werde. Jetzt, zum Wiederauftakt nach der Winterpause, wollten die Fürther freilich die Chance zur Revanche nutzen und möglichst gleich mit einem Sieg ins Jahr starten.

Zumindest in den ersten 20 Minuten sah es gar nicht so schlecht aus. Immerhin wurde den Zuschauern ein gutes, intensives Spiel geboten mit leichten Vorteilen für die Gastgeber, nur eben ohne Torerfolg. Die beste Chance zur Führung hatte Berisha in der 21. Minute, sonst gab es zunächst keine deutlichen Chancen auf beiden Seiten zu verzeichnen. Nach einer halben Stunde wurden die Hamburger allerdings aktiver, ließen nicht mehr so viele Aktionen der SpVgg zu und wurden für ihre Angriffslust auch prompt belohnt. In der 34. Minute nutzte Marc Hornschuh die Konfusion im Fürther Strafraum zum 1:0 für Pauli, allerdings sah das Ganze zumindest in der Zeitlupenansicht doch verdächtig nach Abseits aus…

Nach dem Wechsel machte Pauli druckvoll weiter und hatte auch die besseren Möglichkeiten, die Führung auszubauen. In der 62. Minute gelang Waldemar Sobota schließlich das 2:0 für St. Pauli. Nach einem Ausrutscher von Gießelmann konnte der polnische Nationalspieler das Leder ungehindert am Fürther Keeper vorbei ins Tor schlenzen. Das war ganz und gar keine Glanzleistung, die die SpVgg da abgeliefert hat. Viel zu ungenau und zu harmlos agierten die Fürther – man hatte nie das Gefühl, sie könnten die Partie zu irgendeinem Zeitpunkt noch drehen.

Ganz und gar kein Wiederauftakt also nach Maß für die Fürther…