Endlich ein Sieggefühl!

FSV Frankfurt - SpVgg Greuther FürthEs gibt Tage, an denen man an das Wesentliche im Leben erinnert wird: Wenn Arnd Peiffer beim Verfolgungsrennen im Biathlon in Presque Isle im amerikanischen Maine schwer verunglückt, dann ist vieles nebensächlich. Und wenn der Fürther Defensivspieler Stefan Thesker, der seit diesem Winter von der SpVgg an Twente Enschede ausgeliehen ist, an Hodenkrebs erkrankt und in dieser Woche operiert wurde – mit 24 Jahren -, dann ist der Sport, ist Fußball einfach nur zweitrangig. Die Kleeblattspieler trugen heute, als sie zum Spiel gegen den FSV Frankfurt ins Frankfurter Volksbank-Stadion einliefen, T-Shirts mit dem Aufdruck „Bleib stark, Thes!“. Eine tolle Geste!

Nach so vielen sportlichen Flops drohte die heutige Begegnung erst mal eine Zerreißprobe für die strapazierten Nerven der Kleeblattfans zu werden. Doch gleich vom Anpfiff an machten die Profis der Spielvereinigung eine gute Figur. Da stimmte das Zusammenspiel, und der FSV Frankfurt lief hinterher wie eine Dritt-Liga-Mannschaft. Dann in der 12. Minute das Tor von Sebastian Freis – Heidinger flankte von rechts gekonnt in den Rückraum, und Freis traf aus zirka zehn Metern ins gegnerische Tor. Für die (unter 5000 Zuschauern) mitgereisten Kleeblattanhänger der Moment, wo sie nach langer Zeit mal wieder Oberwasser hatten und durchschnaufen konnten.

Kurz darauf gab Schiedsrichter Thorben Schrieber einen weiteren Treffer von Freis wegen einer Abseitsstellung von Berisha nicht. So wartete der Kleeblatt-Top-Torjäger eben bis zur 30. Minute für seinen neunten Saisontreffer: Nach einem abgeblockten Schuss von Jurgen Gjasula landete der Ball direkt vor Freis – und der machte das zweite Tor für die Spielvereinigung.
Der 1:2-Rückschlag ereignete sich dann kurz nach der Halbzeitpause. Die Frankfurter nutzten eine schwache Phase der SpVgg. Aber dabei sollte es dann auch bleiben.
Das Kleeblatt kann heute mit dem Auswärtssieeg beim FSV Frankfurt endlich mal wieder drei Punkte einfahren. Die nächste Partie ist das Heimspiel am kommenden Freitag, 19. Februar, gegen den MSV Duisburg. Mal sehen, ob man aus dem Sieggefühl etwas machen kann!