Freis und Wurtz machen heiß ersehnten Heimsieg perfekt

SpVgg Greuther Fürth - FC Union BerlinOft liegen Freud und Leid ganz eng beieinander – so auch heute. Endlich wieder ein Heimsieg für die Spielvereinigung! Das Kleeblatt gewinnt mit 2:0 gegen den 1. FC Union Berlin und kann drei wichtige Punkte für sich verbuchen. Aber schade, schade, dass es so viele gute Chancen vergeigt hat!

Wie beim Frankenderby am letzten Freitag fiel das erste Fürther Tor ganz schnell. Schon in der 4. Minute gelang Sebastian Freis ein druckvoller Start des Kleeblatts: Er traf souverän ins Tor der Berliner. Und druckvoll ging es weiter. Die knapp 8000 Zuschauer im Stadion, die einmal mehr unter einer völlig indiskutablen Anstoßzeit (17.30 Uhr) zu leiden hatten, kamen allmählich auf Touren. Jurgen Gjasula entwickelt sich zunehmend zum Spielmacher, der auch heute einige Chancen hatte, aber mehrfach übers Tor schoss.
Nach der Pause waren dann die „Eisernen“ aufgewacht, sie versuchten, den Rückstand aufzuholen. Aber sie hatten heute – viele wichtige Spieler fehlten, auch Trainer Sascha Lewandowski ist auf unbestimmte Zeit krankgeschrieben – einfach schlechte Karten. Gerade deshalb hätte das Kleeblatt mehr herausholen müssen. Bei Kontern wurde geschwächelt, der Torschütze Freis kam immer wieder bis zum gegnerischen Strafraum und schloss dann den Angriff dilettantisch ab. Das ist nach wie vor die Achillesferse des Kleeblatts. Man brilliert mit exaktem Zuspiel, mit kurzen Bällen und originellem Dribbling. Und dann wird es auf dem Weg zum Tor immer dünner, und alles Engagement war für die Katz‘. Kritisch hätte es heute werden können, wenn Union Berlin stärker gespielt hätte.
Immerhin: Das zweite Tor für die Gastgeber fiel dann in der 80. Minute. Gjasula spielte auf dem rechten Flügel komplett relaxt einen Doppelpass mit Marco Stiepermann, gab den Ball an Johannes Wurtz weiter, der aus kurzer Distanz zum 2:0 verlängerte. Wurtz (der auf dem Foto jubelt) ist sein erstes Saisontor wirklich zu gönnen. So endete die Begegnung mit einem 2:0 – nach fünf sieglosen Partien im Sportpark Ronhof.
Die englische Woche verlangt den Profis einiges ab. Am Samstag ist das Kleeblatt beim Bundesliga-Absteiger SC Paderborn zu Gast. Die Spielvereinigung steht bis dahin mit 32 Punkten auf dem achten Tabellenplatz der Zweiten Liga. Das ist doch nach der Derbyniederlage (die ja auch vermeidbar gewesen wäre) ganz passabel!