Wer soll die „Untrainierbaren“ trainieren?

Seit vergangenem Montag ist die Profimannschaft der Spielvereinigung ohne Trainer – über die Art und Weise bzw. die (möglichen) Hintergründe der Entlassung von Janos Radoki wurde schon genug geschrieben. Interessant ist jetzt vielmehr die wichtige Frage, wer der neue Kleeblatt-Coach werden könnte. Sieht man sich die (lange) Liste der aktuell verfügbaren Trainer an, findet man interessante Namen.
Fangen wir an bei den Männern, die die SpVgg schon trainert haben: Bruno Labbadia war zuletzt beim Hambuger SV und ist seit Ende September 2016 ohne Job. Mike Büskens ist seit Ende April 2017 frei und stand zuletzt bei Schalke 04 unter Vertrag. Und Armin Veh trainierte bis Anfang März 2016 Eintracht Frankfurt und wurde damals wegen mangelnden Erfolgs freigestellt.
Klangvolle Namen wie Martin Schmidt (bis Mai 2017 bei Mainz 05), Thomas Schaaf (bis Anfang April 2016 bei Hannover 96) oder Michael Frontzek (schon früher bei Hannover 96) könnten ebenfalls Optionen für die Spielvereinigung sein. Trainer, die international aktiv waren, haben wohl kaum Lust, nach Fürth – das sie sicher als fußballerische Provinz betrachten – zu kommen. Der Verein könnte solche Leute wahrscheinlich auch kaum bezahlen. Wir wollen schließlich auch nicht gleich nach den Sternen greifen und Thomas Tuchel vorschlagen, der Borussia Dortmund sehr erfolgreich trainiert hat, aber mit der BVB-Vereinsführung nicht klar kam.
Namen, die von Seiten der SpVgg-Spitze aktuell gehandelt werden, sind Tayfun Korkut, der bis Ende Juni Bayer Leverkusen trainerte. Und Markus Weinzierl, der den FC Augsburg 154 Spiele coachte und in die Bundesliga führte. Er ist seit Ende Juni 2017 – nach nur einem Jahr bei Schalke 04 – wieder zu haben.
Jemand wie Valérien Ismaël kommt für die Kleeblätter überhaupt nicht in Frage: Er war bekanntlich 2014 einige Monate Trainer des 1. FC Nürnberg. Allerdings steht der langjährige Karlsruher Trainer Markus Kauczinski – zuletzt beim FC Ingolstadt –  bei der Vereinsführung am Ronhof angeblich in der engeren Wahl.

Wie dem auch sei: Inzwischen haben die Kleeblatt-Profis nach der angeblichen Spielerrevolte gegen Janos Radoki in einigen Medien das Image von „Untranierbaren“. Das klingt nicht gut und motiviert den einen oder anderen Traineraspiranten bestimmt nicht, sich von der Spielvereinigung engagieren zu lassen. Vielleicht lassen wir Tierorakel Daisy (Foto oben) mal wieder weissagen, wer das Rennen machen wird? Aber ob sie bei der Entscheidungsfindung weiter kommt? Besonders zuversichtlich schaut sie ja nicht gerade drein.

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