Endlich: Das Kleeblatt schießt wieder Tore!

Mit guten Freunden zu einem Fußballspiel in den Ronhof zu gehen, das macht ganz besonderen Spaß. Vor allem, wenn ein Spiel so sehenswert und hochklassig ist wie die Begegnung zwischen der Spielvereinigung und Fortuna Düsseldorf. Unsere beiden Begleiter sind langjährige Kleeblattfans, gehen aber nur selten zu den Spielen ins Stadion. Zur Einstimmung gehört als „Fanfudder“ eine Bratwurstsemmel einfach dazu. Auf unseren Plätzen dann der Blick von der Gegengeraden auf die neuerbaute Haupttribüne, noch dazu in herrlichem Sonnenschein! Und was hatten unsere Freunde für die Partie Fürth gegen Düsseldorf getippt? Einer hatte einen 2:0-Sieg der Fortunen vorhergesagt, der andere optimistisch auf einen 3:1-Sieg der SpVgg gesetzt.
Von Beginn an war das Spiel spannend und intensiv, das Tempo hoch, und man spürte beim Kleeblatt den unbändigen Willen, mit dem neuen Trainer Damir Buric einen sportlichen Neustart hinzulegen. Überraschend die ersten Akzente der Fürther mit Standards und Distanzschüssen: Serdar Dursun (16.), Tolcay Cigerci (22.) und Julian Green (26., 27.). Nach 35 Minuten ist es schließlich so weit: Über Khaled Narey, Patrick Sontheimer und Tolcay Cigerci setzt sich Dursun gegen André Hoffmann durch und macht das erste Tor. Jubel im Ronhof! Düsseldorf bis zu diesem Zeitpunkt seltsam zurückhaltend. Kurz nach dem Führungstreffer scheitern Sontheimer (39.) und Narey (40.) am Düsseldorfer Keeper Raphael Wolf. Cigerci flankt in der 44. Minute punktgenau vors gegnerische Tor zu Marco Caligiuri, dem mit einem tollen Kopfball das 2:0 gelingt. Der Kleeblatt-Kapitän der letzten Jahre freut sich riesig, der letzte Zweitliga-Treffer des 33-Jährigen liegt fast elf Jahre zurück (20. Oktober 2006 im Trikot des MSV Duisburg, und zwar ausgerechnet beim 5:3 gegen Fürth im Ronhof ).Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit hat das Kleeblatt Pech, als Schiedsrichter Martin Petersen einen Treffer von Cigerci nicht gibt, etwa wegen Abseitsstellung? Nach einer ähnlichen Entscheidung im letzten Spiel, wo ein Fürther Tor durch Khaled Narey auch nicht gegeben wurde, erneut eine umstrittene – ich denke: falsche – Schiedsrichterentscheidung. Kurz darauf holt dann Fürths Tormann Balasz Megyeri den Düsseldorfer Marcel Sobottka im direkten Duell im 16-Meter-Raum unsanft von den Beinen und verursacht so einen Elfmeter-Strafstoß. Den verwandelt ausgerechnet der ehemalige Fürther Niko Gießelmann sicher zum 1:2-Anschluss.
Nur zwei Minuten später überrumpeln die Kleeblätter die Fortunen: Cigerci flankt an den linken Pfosten, Dursun kommt förmlich angeflogen und köpft das Leder aus kurzer Distanz ins Tor – 3:1. Damit ist der Sack zu.
Die SpVgg konnte unter starkem Beifall der leider nur 8535 Zuschauer (was muss eigentlich passieren, dass mehr Fans ins Stadion kommen?) ihren ersten (Heim-)Sieg und drei Punkte einfahren. 24 Torschüsse, eine Passquote von 79 Prozent, 58 Prozent Ballbesitz – das bewies einmal mehr, dass die SpVgg vor allem bei guten Gegnern Klasse hat, Leidenschaft und Moral zeigt und alles aus sich herausholt.

Schon am Mittwoch wird es wieder ernst: Das Kleeblatt ist in der Englischen Woche bei Eintracht Braunschweig zu Gast, bevor am nächsten Sonntag Derby-Time ist!!!