Enttäuschende Vorstellung gegen Bielefeld

Vollmundig wurde das erste Spiel des Kleeblatts angekündigt: „Wir haben ein sehr gutes Trainingslager hinter uns. Die Mannschaft hat toll gearbeitet“, so Trainer Damir Buric auf der Vereins-Webseite. „Wir sind auf Bielefeld in Bestform vorbereitet, um zeigen zu können, dass wir auswärts gut und erfolgreich spielen können.“ Die Grundlage sei im spanischen Andalusien gelegt worden, jetzt möchte man in Bielefeld die ersten Früchte ernten. „Ich hoffe wirklich, dass die Mannschaft zeigt, was sie sich in der Vorbereitung erarbeitet hat“, erklärte Damir Buric.

Tja, die „andalusischen Früchte“ konnte ich gestern Abend bei der Auswärtsbegegnung bei Arminia Bielefeld allenfalls erahnen. Nein, ich habe eigentlich gar nichts davon gesehen. Dass Buric und sein Trainerteam akribisch mit seinen Spielern gearbeitet und genauso akribisch die Vorbereitung auf die Arminia durchgeführt hat, kann man sich vorstellen (sonst wäre ein Trainingslager im Ausland wirklich nur ein teures Vergnügen). Aber die Umsetzung auf den grünen Rasen blieb den Zuschauern verborgen. Gerade mal fünf Minuten zu Beginn des Spiels hatte man den Eindruck, dass die SpVgg mehr Power hat, dass vielleicht endlich der Knopf aufgehen könnte. Aber dann kamen die Arminen besser ins Spiel und zeigten dem Kleeblatt, wo’s lang geht. Die meisten Aktionen spielten sich vor dem Tor von Fürths Keeper Sascha Burchert ab. Der allerdings mit guten Reaktionen und Paraden seinen Kasten (mal wieder) sauber hielt. Auch Marco Caligiuri verhinderte Schlimmeres. Außerdem rettete der Torpfosten das Kleeblatt vor zwei sicheren Toren der Ostwestfalen. Anzukreiden ist den Akteuren im Kleeblatt-Team eine spürbare Gelangweiltheit, da wird kein Gegner direkt angegangen, wenn er den Ball hat. Da steht man rum und schaut, was wohl als Nächstes passieren könnte. Jurgen Gjasula, Julian Green, Khaled Narey – keiner tat sich gestern Abend sportlich hervor. Von einem Konzept war nichts zu spüren. Hektik kam allenfalls auf, als Fürth beim Freistoß von Tom Schütz mauern musste (Foto: Sportfoto Zink). Neuzugang Fabian Reese wurde überraschenderweise schon als Spitze eingesetzt. Er machte seine Sache verhältnismäßig gut. Doch seinen Teamkollegen fiel es zu selten ein, ihn ins Spiel mit einzubeziehen und ihm auch mal eine Flanke zuzuspielen.

Insgesamt ein glückliches 0:0 und ein Punkt für die SpVgg. Zu dürftig für den Kampf gegen den Abstieg in die Dritte Liga! Jetzt freuen sich die Kleeblattfans auf das erste Heimspiel im Jahr 2018. Am kommenden Samstag, 27. Januar, empfängt die Spielvereinigung um 13 Uhr im Ronhof den Tabellenzweiten Holstein Kiel. In der Hinrunde waren die Kleeblätter – wenn sie Siege einfuhren – nur zu Hause stark. Also: Vielleicht drei Punkte gegen die Kieler?

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