Der Befreiungsschlag gelingt nicht

Es  ist zum Haareraufen! Statt Sieg eine 3:0-Niederlage! Dabei hat die Spielvereinigung in der ersten Hälfte im Audi-Sportpark Ingolstadt durchaus anständigen Fußball gezeigt, hat endlich mal wieder richtig Fußball gespielt. Das war zum Teil recht nett anzuschauen – doch leider blieben auch da die zwingenden Torchancen aus. Wenn´s mal gefährlich wurde vor dem Ingolstädter Kasten , dann haben sich die Kleeblatt-Spieler gegenseitig angeschossen und so geblockt. Ingolstadt dagegen konnte seine leichte Überlegenheit in ein Tor ummünzen, durch einen souveränen Sonny Kittel in der 33. Minute. Immerhin lobenswert, dass man sich davon nicht gleich entmutigen ließ und einen ganz guten Konter herausspielte. Julian Green verschoss aber leider. Und so musste das Kleeblatt mit einem 0:1-Rückstand in die Kabinen.

Durchgang zwei kann man am ehesten mit „Pleiten, Pech und Pannen“ charakterisieren. Trainer Damir Buric hatte gleich nach dem Wechsel den Fürther Neuzugang Uffe Bech für Sontheimer gebracht. Doch das Kleeblatt kam einfach nicht ins Spiel. In der 56. Minute dann ein unglücklicher Zusammenstoß zwischen Marco Caligiuri und Stefan Kutschke, der für den Fürther Kapitän mit einem mehrminütigen Aus wegen mediznischer Behandlung und schließlich mit einem Turban endete (Foto: Sportfoto Zink). In der ersten Viertelstunde der zweiten Hälfte passierte spielerisch praktisch gar nichts. Dann machten die Schanzer wieder mehr Druck, und Kleeblatt-Keeper Sascha Burchert war immer wieder gefordert. Oft parierte er tadellos. Doch gegen das 0:2 durch Alfredo Morales (70.) konnte er nichts ausrichten.

Daniel Steininger kam für David Raum (73.), doch das Kleeblatt fand einfach kein Konzept mehr, um für sich ein Spiel aufzubauen. So gut wie alle Zweikämpfe gingen verloren. Man gab sich viel Mühe – aber Mühe allein genügt eben nicht! Die SpVgg war zwar häufig in Ballbesitz, doch alle Angriffsversuche perlten am Gegner ab. Maxi Wittek versuchte es nochmal (85.), aber ohne Erfolg. Dafür  hatte Ingolstadt gleich darauf nochmal zwei dicke Chancen. Das 3:0 lag in der Luft – und ausgerechnet der Ex-Fürther Thomas Pledl machte es dann auch (88.). Der Schiedsrichter pfiff ein wenig verfrüht ab, aber auch die durch Caligiuris Behandlung eigentlich fällige Nachspielzeit hätte dem Kleeblatt nichts mehr gebracht.

Dabei hätte man heute bei einem Sieg vom Punktestand her mit Erzgebirge Aue gleichziehen können und wäre damit vom direkten Abstiegplatz weggekommen. „Hätte, hätte…“ bringt aber nichts. So heißt es Zähne zusammenbeißen und weitermachen im Kampf gegen den Abstieg. Die nächste Runde muss das Kleeblatt dabei vor heimischem Publikum gegen Dynamo Dresden bestreiten. Schau´mer mal…

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