Mario Malocas Triumph gegen die Roten Teufel

Fürths Image wird in ganz unterschiedlichen Bereichen immer mehr aufpoliert: Seit gestern findet – schon zum 16. Mal – das Internationale Klezmer Festival Fürth mit illustren Gästen statt. Seit zwei Wochen gibt es an der Fürther Freiheit eine neue Location zum Tanzen und Loungen: den Nachtclub „Frieda“. Auch das Fürther Kleeblatt hat im Moment seinen Lauf: Von fünf Spielen hat es vier gewonnen und nur ein Mal Untentschieden gespielt. Und mit dem heutigen 2:1-Sieg gegen den Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern konnte die Spielvereinigung drei ganz wichtige Punkte für den Klassenerhalt einfahren.

Seit letzter Woche sind die Kleeblattfans mental wieder auf der Gewinnerstraße. Der Derbysieg gegen den 1. FC Nürnberg war Labsal auf die Fürther Fußball-Seelen. Und dass der Club gestern noch in der 90. Minute die Partie gegen Arminia Bielefeld mit 0:1 verloren hat, amüsiert natürlich jedes Kleeblattfan-Herz. Und so waren beinahe 11. 500 Zuschauer heute im Fürther Ronhof – auch (oder gerade) ein Kellerduell hat offenbar seinen gewissen Reiz.Spannend startete die Partie. Die Gäste, die nach dem Trainerwechsel mit Michael Frontzeck endlich auch Siege verbuchen  konnten, kamen gut ins Spiel. Jedoch nach 17 Minuten brandete Jubel im Ronhof auf, als Khaled Narey nach einem Konter an Julian Green die Kugel abgegeben hatte, der nur noch lässig ins Tor der Roten Teufel einschieben musste. Ein vielversprechendes Polster für die Spielvereinigung, die allerdings noch direkt vor der Pause den Gegentreffer durch den FCK-Stürmer Osayamen Osawe zum 1:1 kassierte.
Die SpVgg hatte nach dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit gewisse Probleme mit Aktionen der Pfälzer, die sogar in Führung hätten gehen können. So verfehlte ein Schuss von Osawe das Tor von Fürths Keeper Sascha Burchert nur knapp. Aber es kam dann anders: Wie schon in den letzten Spielen machte Maximilian Wittek sein Sache gut, er platzierte eine Ecke von rechts vors Pfälzer Tor, wo sich Mario Maloca freilief und schließlich aus wenigen Metern per Kopf zum 2:1 traf (73. Minute). Dann musste die SpVgg „nur noch“ verteidigen und verließ nach Abpfiff des Spiels mit 2:1 als strahlender Sieger den Platz. Torschütze Maloca ließ es sich nicht nehmen, mit seinem kleinen Sohn und Teamkollegen nach dem Heimsieg zu feiern (Foto: Sportfoto Zink).

In der Tabelle steht das Kleeblatt mit 33 Punkten jetzt auf dem 14. Rang. Das ist durchaus beruhigend. Der nächste Auswärts-Gegner am Montag, 19. März, ist Erzgebirge Aue. Auch dieser Mannschaft steht gewissermaßen das Wasser bis zum Hals. Für sie ist (wie für die SpVgg) jeder Punkt wichtig, um nicht Mitte Mai in die Dritte Liga abzusteigen.