Veilchen verpassen dem Kleeblatt blaues Auge

Fast schon ein bisschen Oberwasser hatten viele Kleeblattfans vor der heutigen Begegnung gegen den FC Erzgebirge Aue. Denn die Sachsen lagen hinter dem Kleeblatt auf dem 16. Tabellenrang. Aber wie so oft kam es anders als man es erwartete. Und die Veilchen gewannen – durchaus verdient – mit 2:1.

In der ersten Halbzeit hatte man als unvoreingenommener Zuschauer den Eindruck, dass die SpVgg ihrer zuletzt guten Form hinterherhechelte. Da kam kein Pass an, die effektive Abwehr um Marco Caligiuri machte Fehler, der Angriff versemmelte eine Chance nach der anderen. Es waren vielmehr die Erzgebirgler, die gute Möglichkeiten hatten, präzise agierten, die klar bessere Mannschaft waren. Und in der 34. Minute ging Aue dann in Führung: Nazarov traf mit einem Distanzschuss nur den Pfosten, Maloca spielte den Ball Pascal Köpke vor die Füße – und dieser schoss ins lange Eck. Zum Leidwesen der 240 angereisten Kleeblattfans (die das Spiel mit weiß-grüner Pyro eröffnet hatten, Foto:Sportfoto Zink) legte Malcolm Cacutalua noch vor der Halbzeitpause den zweiten Treffer obendrauf. Eine mäßige Bilanz fürs Kleeblatt nach 45 Minuten. Wenn Fürths Keeper Sascha Burchert nicht mehrfach engagiert pariert hätte, wäre für die Veilchen noch mehr drin gewesen.
In der zweiten Halbzeit war dann die SpVgg das aktivere Team. Aber was hilft es, wenn man im gegnerischen Strafraum ist, die Versuche immer wieder am Tor vorbeifliegen. Dann hätte es fast noch 3:0 für die Gastgeber heißen können: Bei einem Konter bediente Rizzuto den Torschützen des 1:0 – Köpke. Aber Burchert konnte erneut Schlimmeres verhindern. In der 86. Minute verkürzte Khaled Narey mit seinem 6. Saisontor zum 2:1. Das blieb dann auch der Endstand.
Hätten die Jungs aus Aue heute mehr Fortune gehabt, hätte es problemlos 4:0, ja 5:0 heißen können. So ist das 2:1 eine Niederlage, die über die maue Leistung des Kleeblatts hinwegtäuscht. Das Kleeblatt musste sich heute nach fünf Partien ohne Niederlage (4/1/0) geschlagen geben, die Veilchen blieben zum sechsten Mal in Folge unbesiegt (2/4/0). Im Mittelfeld der Zweiten Liga liegen viele Mannschaften nah beieinander. Mit drei Punkten könnte man sowohl einen Sprung nach oben machen – als auch wieder in die Abstiegszone rutschen.

Am Ostersonntag, 1. April, empfängt die Spielvereinigung den FC Union Berlin zu Hause im Fürther Ronhof. Die „Eisernen“ liegen mit nur drei Punkten Vorsprung aktuell auf dem achten Tabellenrang. Ich verspreche Euch: Das wird ein heißer Ritt!!!