Kleeblatt im alten Fahrwasser?

Schade, schade. Heute feiert die Spielvereinigung ihren 115. Geburtstag. Am 23. September 1903 wurde sie in der Gustavstraße gegründet. Und so hatten sich die angereisten Kleeblattfans beim Auswärtsspiel in Heidenheim auch eine passende Choreographie (Foto: Sportfoto Zink) vor dem Anpfiff ausgedacht. Der Verein hätte sich  dann auch über ein Punktegeschenk gefreut. Aber leider ist der gute Vorsatz voll daneben gegangen.
Trotz weitaus größeren Ballbesitzes in der ersten Spielhälfte gelang den Kleeblättern beinahe nichts. Es war komplett der Wurm drin. Sicher, die Vorschusslorbeeren  – vor allem nach dem 4:1-Sieg gegen Holstein Kiel – muss man als Team erst mal verkraften, da darf einem der gute Saisonstart nicht zu Kopf steigen. Aber die Mannschaft war weder überheblich noch arrogant. Nein, sie verfiel eher in ihr altes Fahrwasser der letzten Spielzeit. Da war sie zu passiv, ohne Ideen und Originalität, da war Pressing oft ein Fremdwort. Am Ende kämpfte man dann gegen den drohenden Abstieg. Und heute? Yosuke Ideguchi völlig blass im Mittelfeld, Tobias Mohr ersetzte den verletzten Maximilian Wittek und kam auch nicht richtig zum Zuge. Wittek fehlte heute insgesamt, Keita-Ruel und Green boten zudem keine erwähnenswerten Aktionen.
Nach der Halbzeitpause wurde es dann fast noch schlimmer. Und prompt glückte dem eine gute Minute vorher eingewechselten Robert Glatzel in der 66. Minute das Führungstor. Fürths Trainer Damir Buric reagierte mit drei Einwechslungen (Shawn Parker für Lukas Gugganig, Daniel Steininger für David Atanga und David Raum für Sebastian Ernst). Trotzdem ging nichts mehr zusammen. Sieben Torschüsse der Heidenheimer auf Sascha Burcherts Tor (der eine höhere Niederlage verhinderte), kein Torschuss der Kleeblätter.
Noch dicker kam es dann in der Nachspielzeit: Der FCH erobert den Ball im Mittelfeld, Marc Schnatterer hebt den Ball in den Lauf von Robert Glatzel. Und der Joker vollendet ins lange Eck zum 2:0-Endstand. Eine besonders schlechte Figur machte (vor allem) in dieser Phase Mario Maloca, der auch am ersten Heidenheimer Tor nicht ganz unschuldig war. Das war’s für Fürth! Die SpVgg musste im sechsten Spiel die erste Saisonniederlage einstecken und rangiert mit elf Punkten auf dem vierten Tabellenplatz.

Der Hamburger SV hat heute mit einer 0:5-Niederlage gegen Jahn Regensburg zu Hause eine echte Schlappe erlitten. Dementsprechend kampflustig werden die Hanseaten in der Englischen Woche am kommenden Donnerstag, 27. September (Anpfiff: 20.30 Uhr), im Ronhof auftreten. Also, Kleeblätter, zieht Euch warm an! Waidwundes Wild ist meistens höchst gefährlich!

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