Bumm – und der Ball war wieder drin!

Bombenwetter hier in Fürth beim ersten Kirchweih-Sonntag. Und die Spielvereinigung gastiert zeitgleich beim schwierigen Gegner, Dynamo Dresden. Nach dem Trainerwechsel zu Maik Walpurgis hatten die Sachsen ihre letzten beiden Spiele gewonnen. Für sie war es allerdings eine kräfteraubende zweite Englische Woche in Folge. Auf der anderen Seite war das Kleeblatt erst am Donnerstag im Ronhof gegen den Hamburger SV angetreten und hatte in einem intensiven Spiel immerhin einen Punkt gerettet.
Heute also das Spiel im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Die tolle lautstarke Kulisse vor fast 28.000 begeisterten Zuschauern hat garantiert auch die Kleeblätter beflügelt. Sie starteten gleich mit zwei guten Chancen durch David Atanga und Sebastian Ernst. Yosuke Ideguchi, der heute von Beginn an aufgelaufen war, wurde verletzt und dann in der 31. Minute durch Fabian Reese ersetzt. Reeses Einsatz will ich heute besonders hervorheben: Er rannte, was das Zeug hielt, war aktiv auf beiden Seiten und  hatte in der 58. Minute sogar eine gute Chance, in den Kasten des Dresdner Keepers zu treffen. Ein wichtiger Faktor im Fürther Team ist mit Sicherheit Maximilian Wittek, dessen genaue Flanken und Abschlüsse – heute leider am Tor vorbei – gegnerische Mannschaften immer wieder in Bedrängnis bringen. Sowohl Dynamo Dresden als auch die Spielvereinigung hatten heute die Perspektive, auf den zweiten Tabellenplatz hochzurutschen. Vorausgesetzt, der Hamburger SV würde beim Derby gegen den FC St. Pauli nicht gewinnen. Deshalb checkte man immer wieder den Spielstand im Volksparkstadion und war erleichtert, dass hier noch kein Tor gefallen war.

Daniel Keita-Ruel ergriff knapp zehn Minuten vor Spielende absolut cool die Initiative mit einem Weitschuss, zielte jedoch rechts am Tor vorbei. Doch zwei Minuten später gelang ihm das, was er beneidenswert gut kann: Tore für das Kleeblatt in den letzten zehn Spielminuten zu schießen. Nach einem guten Pass von Maxi Wittek auf Keita-Ruel knallt der den Ball elegant an Torwart Markus Schubert vorbei ins Dresdner Tor (Foto: Sportfoto Zink): 1:0 kurz vor Spielende. Eine riskante Situation, da das Kleeblatt in vergangenen Spielzeiten das eine oder andere Mal noch kurz vor Abpfiff einen vermeintlichen Sieg verschenkte. Heute nicht: Nach zwei Minuten Nachspielzeit war der Jubel bei den etwa 400 mitgereisten Kleeblattfans groß. Drei Punkte für die Spielvereinigung! Und da es im hanseatischen Derby wirklich beim 0:0 blieb, liegt das Kleeblatt nun mit 15 Punkten nach acht Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz.
Ob es Damir Buric‘ gute Trainerarbeit ist, die Neuzugänge einfach Glücksgriffe sind oder das Team super harmoniert? Egal, im Moment passt beim Kleeblatt alles, und der Erfolg gibt der Mannschaft recht. Kommendes Wochenende ist die SpVgg am Samstag, 6. Oktober (13 Uhr), gefordert: Sie hat Jahn Regensburg zu Gast. Eigentlich ein bezwingbarer Gegner, aber die Regensburger haben es in der aktuellen Saison in sich: Die letzten drei Begegnungen konnten sie gewinnen. Spektakulär war insbesondere der 5:0-Auswärtssieg gegen den Bundesligaabsteiger Hamburger SV.