Kleiner Dämpfer für die Feststimmung

Feierstimmung in Fürth: Die Kärwa läuft auf Hochtouren, der Himmel beschert uns einen fast sommerlichen Tag, und das Kleeblatt spielt zu Hause. Der SSV Jahn Regensburg ist allerdings kein angenehmer Gegner – und das sollte sich heute wieder einmal bewahrheiten.
Beide Mannschaften starteten äußerst hektisch in die Partie, es kam keine Ruhe in das Spiel. Die Gäste aus der Oberpfalz hatten zunächst die besseren Chancen auf einen Treffer, aber Sascha Burchert war auch diesmal der wichtigste Kleeblattspieler auf dem Feld und bewahrte seine Mannschaft vor einem Rückstand. So ging es torlos in die Kabinen. Aber wir wissen ja: Die SpVgg erzielt ihre Tore in dieser Saison fast ausnahmslos in der zweiten Halbzeit.

Nach dem Wechsel brachte Trainer Damir Buric gleich Shawn Parker für den in der ersten Hälfte glücklos agierenden Fabian Reese ins Spiel. Und Parker hatte nach einem tollen Zuspiel von David Atanga auch gleich eine Riesenchance (48. Minute), die er jedoch – völlig freistehend – vergab: Er zirkelte den Ball genau in die Hände von Regensburgs Keeper Philipp Pentke. Nur eine Minute später läuft Tobias Mohr zu Hochform auf, flankt ballsicher zu David Atanga im Regensburger Strafraum, und der bringt die Kugel per Kopfball ins Netz – 1:0 für Fürth (Foto: Sportfoto Zink).
Im Ronhof brodelt es. Immerhin 11.000 Zuschauer haben heute den Weg in den Sportpark gefunden, darunter natürlich auch viele Regensburger. Die Fans feuern ihr Kleeblatt an, was das Zeug hält, und die Mannschaft hat in dieser Phase deutlich Oberwasser. Gute Möglichkeiten für Parker (55.), Mohr (58.) und – durch einen Freistoß – für Maxi Wittek (62.). Doch keine davon führt zum heiß ersehnten 2:0. Durch das nach wie vor hohe Tempo lässt auf beiden Seiten die Konzentration nach. Was erst zu einem schweren Patzer von Burchert führt, der aus einer Distanz von nur zwei Metern den Ball direkt in die Füße von Regensburgs brandgefährlichem Sargis Adamyan spielt, was fast ins Auge geht. Und dann ist es ausgerechnet der heutige Torschütze Atanga, der durch ein schlechtes Abspiel den Ausgleich für die Oberpfälzer einleitet. Regensburgs Kapitän Grüttner kann das 1:1 perfekt machen.

Wieder einmal ließ sich das Kleeblatt durch ein Gegentor zu sehr schocken und fand nicht mehr richtig in die Partie zurück. Daran konnte weder der für Atanga eingewechselte Maximilian Bauer (76.) noch der in der ersten Minute der Nachspielzeit gegen Mohr ausgetauschte Daniel Steininger etwas ändern. Nach 90+3 Minuten pfiff Schiedsrichter Martin Thomsen das Spiel ab. Und letztlich dürfen beide Teams mit dem Unentschieden zufrieden sein, auch wenn der verpasste Heimsieg der Feierlaune in Fürth schon einen kleinen Dämpfer versetzt. Das Kleeblatt rangiert vorläufig auf Rang vier der Tabelle. Wegen der Länderspielpause kommt es erst am 20. Oktober zum nächsten Zweitligaspiel für das Kleeblatt, das dann in Bielefeld bei der Arminia antritt.