Sascha Burchert als Unglücksrabe Hans Huckebein

Er war schon in der letzten Saison oft der Retter fürs Kleeblatt – hatte auch großen Anteil daran, dass Fürth der Abstieg erspart blieb -, und auch in der jetzigen Spielzeit zeigte er eine ganze Reihe von Glanzparaden: Keeper Sascha Burchert. Heute, in der Partie gegen Darmstadt 98, leistete er sich einen Lapsus, der ihn selbst wohl am allermeisten gewurmt hat. Aus unerfindlichen Gründen ließ er einen ziemlichen schwachen Schuss von Tobias Kempe erst unter seinen Armen, dann unter den Beinen durchlaufen, direkt in seinen Kasten hinein. Burchert war völlig perplex und sichtlich mehr als verärgert über dieses unnötige Gegentor (Foto: Sportfoto Zink). Ob dieser Moment der Unkonzentriertheit eine Folge davon war, dass Burchert ein paar Minuten vorher zu Boden gegangen war, nachdem Richard Magyar bei einer Abwehraktion regelrecht in den Keeper hineingeflogen war und ihn kurz außer Gefecht gesetzt hatte?

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Jedenfalls gingen die Lilien mit 1:0 in Führung (23.), was zu diesem Zeitpunkt aber insgesamt in Ordung ging. Die Spielvereinigung hatte sich bis dahin keine wirklich gute Chance herausgespielt. Weder Daniel Keita-Ruel noch Tobias Mohr, die bislang erfolgreichsten Kleeblatt Torschützen in der Spielzeit 2018/19, sorgten für einen wirklich gefährlichen Torabschluss.

Zu dem Zeitpunkt machte man sich als Kleeblattfan noch keine großen Sorgen. Schließlich hat unsere Elf letzte Woche gegen Arminia Bielefeld gezeigt, wie man ein Spiel dreht – und das sogar nach einem 0:2. Und die Arminia spielte eindeutig stärker als Darmstadt heute. Fabian Reese, der nach seinem ersten Treffer auf der Alm Morgenluft wittert, wollte unbedingt den Ausgleich erzwingen. Zwei ganz gute Anläufe dazu gelangen ihm – aber das war´s dann auch. In der zweiten Hälfte wechselte ihn Trainer Damir Buric aus. Für ihn kam David Atanga, was gleichzeitig eine taktische Umstellung bedeutete.
Doch die nützte nichts – im Gegenteil. Die Lilien wurden immer stärker. Wo blieb da eigentlich die Verteidigung des Kleeblatts? Sie ließ viel zu viel zu gegen den Darmstädter Sturm. Und so nahm das Unglück weiter seinen Lauf: Ausgerechnet Ex-Kleeblatt Serdar Dursun machte das 2:0 (76.) – unglaublich! Für die Spielvereinigung hatte er zuletzt jedenfalls nicht im Ansatz die Form gezeigt, in der er sich heute präsentierte. Buric setzte einen weiteren Joker ein: Paul Jaeckel für Lukas Gugganig. Leider auch das ohne positive Auswirkung auf das Fürther Spiel. Da blieb einfach der Wurm drin, obwohl die SpVgg nicht wirklich schlecht spielte. Spannend blieb es bis zum Schluss.

Fazit: Sascha Burchert ging heute als Hans Huckebein, der Unglücksrabe, vom Platz. Auch wenn er im zweiten Durchgang alles gab und sich immer wieder als Feldspieler betätigte – es war einfach nichts mehr zu machen. Die Lilien gewannen mit 2:0. Dazu kam auch noch das Pech, dass Hamburg gleichzeitig gegen den FC Magdeburg gewonnen hat. Und das ebenso durch den Treffer eines ehemaligen Kleeblatts: Khaled Narey. Damit sind die Hamburger jetzt zumindest bis morgen Spitzenreiter, das Kleeblatt belegt vorläufig Platz drei.

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