Coacht Buric seine Mannschaft telepathisch?

Erinnert ihr euch noch an Sanktionen im Klassenzimmer, wenn man z.B. zu viel schwätzte oder Unsinn machte? Da wurde man in früheren Zeiten vom Lehrer in die Ecke des Klassenzimmers gestellt und musste bis zum Ende der Stunde dort verharren. Eine Disziplinarmaßnahme, die bis in die 1970er Jahre (teilweise noch länger) häufig an europäischen Schulen praktiziert wurde. Entwürdigend und total albern!

So ähnlich empfinde ich die Strafe, die jetzt das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen Damir Buric im Einzelrichterverfahren verhängt hat: Wegen eines unsportlichen Verhaltens wird der Fürther Coach mit einem Innenraumverbot für das erste Pflichtspiel nach der Winterpause gegen den FC Ingolstadt und einer Geldstrafe in Höhe von 4000 Euro belegt. Das Innenraumverbot umfasst zwei Meisterschaftsspiele, allerdings wird das Verbot für die zweite Partie bis zum 31. Dezember 2019 zur Bewährung ausgesetzt.

Buric war in der 84. Minute des Zweitligaspiels beim SV Sandhausen am 21. Dezember 2018 von Schiedsrichter Frank Willenborg aus dem Innenraum verwiesen worden (Foto: Sportfoto Zink), nachdem er den Vierten Offiziellen – Nicolas Winter – an der Seitenlinie verbal attackiert und ihm mit der rechten Hand gegen die Brust gestoßen haben soll. Dazu Damir Buric auf der Vereins-Website:

„Ich möchte mich bei meiner Mannschaft und beim Verein entschuldigen. Ich habe in meinen Augen niemanden gestoßen, wenn es sich für den Schiedsrichter aber so angefühlt hat, möchte ich mich auch bei ihm entschuldigen. Letztlich ging es mir in dem Moment darum, meine Mannschaft zu schützen“.

Buric ist es also in der Partie gegen Ingolstadt (Dienstag, 29.1., 20.30 Uhr) nicht gestattet, sich im Innenraum des Stadions aufzuhalten – Umkleidekabinen, Spielertunnel oder Kabinengang gehören dazu. Das Verbot beginnt bereits eine halbe Stunde vor dem Anpfiff und endet eine halbe Stunde nach dem Abpfiff. Eine Kontaktaufnahme zur Mannschaft ist während dieser Zeit weder unmittelbar noch mittelbar erlaubt.