Viele Fehler kosteten dringend nötigen Punkt

Torjubel nach dem Treffer zum 0:1 durch Daniel Steininger (Foto: Sportfoto Zink)

Der Zweitliga-Aufsteiger und potenzielle Absteiger 1. FC Magdeburg konnte heute seinen zweiten Heimsieg in dieser Saison feiern. Leider hieß der Gegner Spielvereinigung Greuther Fürth. Sonst wären der Mannschaft aus Sachsen-Anhalt die drei Punkte durchaus zu gönnen gewesen.

Nach einem Bilderbuchtor von Daniel Steininger in der 11. Minute – der heute von Anfang an auf dem Platz stand – war die Stimmung bei den (mit einem Sonderzug angereisten) 850 Kleeblattfans hervorragend. Steininger durfte für Daniel Keita-Ruel auflaufen, der nach seiner Tätlichkeit und der Roten Karte im letzten Spiel für drei Begegnungen gesperrt ist. Aber lediglich fünf Minuten später gelang dem 1. FCM der Ausgleich. Die Magdeburger nutzten zwei kapitale Fehler des Kleeblattkeepers Sascha Burchert: Sein Abschlag landete bei Felix Lohkemper, und Magdeburgs Kapitän Christian Beck verwertete direkt. Überhaupt hatte Sascha Burchert heute nicht seinen besten Tag. Er agierte in der ersten Halbzeit unsicher und unkonzentriert, konnte sich dem Druck der Gegner nicht erwehren.

Das zweite Tor für Magdeburg kam durch einen totalen Blackout des Ex-Magdeburgers und aktuellen Kleeblatts Paul Seguin zustande. Wann: Wie so oft in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Seguin wollte einen Pass zurück in den Strafraum zum Fürther Keeper geben, spielte den Ball aber direkt auf den Fuß von Marius Bülter. Der passte zu Lohkemper, und der traf locker-flockig zum 2:1.

Das sollte auch der Endstand bleiben. Die Kleeblattelf fiel heute in ihr altes Fahrwasser zurück. Die Zahl der Fehlpässe konnte man schon nicht mehr zählen. Maximilian Wittek war aufgrund seiner Knöchelprobleme nicht im Kader und fehlte an allen Ecken und Enden. Und Fabian Reese, der sich zum besten Spieler bei den Fürthern mausert, konnte alleine nicht die Niederlage verhindern. Und wenn Sascha Burchert, der in dieser Spielzeit oft Schlimmeres vermeiden konnte, schwächelt, dann sieht das Kleeblatt schnell alt aus. Allerdings: Der FC Magdeburg war hochmotiviert und wollte partout weg vom direkten Abstiegsplatz. Deshalb gingen seine Spieler oft hart und ohne Rücksicht auf ihre Gegner los. Jede Fürther Aktion wurde sofort gestört, nicht immer mit fairen Mitteln.

Das Kleeblatt hätte heute einen Punkt gut gebrauchen können. Noch ist es nämlich nicht aus der Abstiegs- oder Relegationszone raus. Am 6. Mai heißt abends um 20.30 Uhr der Gegner im Ronhof 1.FC Köln. Das wird eine harte Nuss, zumal Fabian Reese wegen seiner heutigen fünften gelben Karte nicht mit dabei sein wird. Hoffentlich ist bis dahin Maxi Wittek wieder fit!

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