Kölner Wiederaufstiegsparty im Ronhof

Es hätte so ein schönes Fußball-Fest werden können: Trotz des unwirtlichen Wetters herrschte gute Laune im Ronhof vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga, den 1. FC Köln. Was auch daran lag, dass die Gäste aus der Domstadt in Scharen angereist waren und schon vor der Partie Karnevalsstimmung verbreiteten. Für die meisten von ihnen stand von vornherein fest: Ihr „Effzeh“ würde am Ende des Abends als Wiederaufsteiger in Liga Nummer eins nach Hause fahren. Da dem Favoriten dafür aber auch ein Unentschieden gereicht hätte, konnte man sich als Kleeblattfan  zumindest Hoffnungen auf ein Remis machen, das der Spielvereinigung schließlich den Verbleib in der Zweiten Liga gesichert hätte. Und wer weiß – manchmal hat ja auch der Underdog Chancen auf einen Sieg, wenn es gut läuft.

Doch das tat es von der ersten Spielminute an nicht. Stefan Leitl konnte eigentlich nur eine zweite Garnitur gegen die Rheinländer aufbieten. Das Kleeblatt ohne Maxi Wittek, ohne die gesperrten Fabian Reese und Daniel Keita-Ruel – das verhieß nichts Gutes. Und so kam es, wie es kommen musste: Schon in der 8. Spielminute geriet Fürth durch einen Treffer von Jhon Cordoba (Foto: Sportfoto Zink) in Rückstand. Eine unglückliche Aktion von Daniel Steininger bescherte den Gästen das 2:0 (20.), und Cordoba gelang per Kopfball noch kurz vor dem Pausenpfiff das 3:0 (41.). Da war die Sache eigentlich schon gegessen.

Der Spielvereinigung gelang praktisch nichts an diesem Abend, die 12.500 Zuschauer – von denen ein Großteil aus Köln-Fans bestand – konnten von Beginn an verfolgen, wie eine Spitzenmannschaft der Zweiten Liga ein ersatzgeschwächtes Team nach allen Regeln der Kunst vorführt. Der Fürther Keeper Sascha Burchert verhinderte letztlich, dass es nach einem dritten Treffer von Cordoba (65.) beim 4:0 für Köln blieb und dessen Triumph nicht noch höher ausfiel.

Während von den Rängen Kölner Karnevalslieder zu hören waren und „Nie mehr Zweite Liga, nie mehr, nie mehr“ erklang, musste sich das Kleeblatt nach dem schwächsten Auftritt seit Wochen am Ende Pfiffe von den eigenen Fans gefallen lassen. Und: Es muss weiter zittern – das Gespenst eines drohenden Abstiegs geht noch immer um. Deshalb braucht es beim Auswärtsspiel am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr gegen Erzgebirge Aue unbedingt einen Sieg!