Versöhnlicher Saisonabschluss – auch dank Fabian Reese

Spannung bis zur letzten Minute im letzten Spiel der Zweitliga-Saison 2018/19: In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelingt Richard Magyar der 2:1-Siegestreffer gegen den FC St. Pauli – das Kleeblatt hat sich damit den 13. Tabellenplatz gesichert. Das erste Tor war Fabian Reese (Foto: Sportfoto Zink) in der 51. Minute gelungen, nach einer Vorlage, die ebenfalls von Magyar kam. Insgesamt ein versöhnlicher Abschluss einer Spielzeit, in die Fürth vielversprechend startete, bevor plötzlich der Wurm drin war und man zeitweise sogar um den Klassenerhalt fürchten musste. 

Zahlreiche St. Pauli-Fans hatten ihr Team nach Franken begleitet, im Ronhof wurde ihnen deshalb ein zusätzliches Kontingent an Plätzen überlassen: Eine mit fast 14.000 Zuschauern beeindruckende Kulisse – schade, dass es in den vergangenen Monaten nicht öfter so war. Außerdem hatten sich die Anhänger beider Mannschaften eine originelle Choreografie einfallen lassen, was er Partie einen zusätzlichen Reiz verschaffte. Zusammen mit den angenehm frühsommerlichen Temperaturen also beste Voraussetzungen für einen interessanten Fußball-Nachmittag.

Doch allzu hochgesteckte Erwartungen wurden – rein spielerisch gesehen – enttäuscht. Das 14. Spiel, das das Kleeblatt unter der Regie von Stefan Leitl absolvierte, wurde zunächst von den Hamburgern beherrscht. Mit Sami Allagui hatten die auch einen in Fürth guten alten Bekannten im Kader, der von einigen Kleeblatt-Fans sogar Applaus bekam, als er in der 64. Minute vom Feld ging und gegen Florian Carstens ausgetauscht wurde. Nachdem Allaguis Vertrag bei St. Pauli nicht verlängert wird – könnte er nicht vielleicht in der Saison 2019/20 eine Option fürs Kleeblatt sein?

Die Spielvereinigung profitierte davon, dass St.Pauli trotz anfänglicher Überlegenheit keinen erfolgreichen Torabschluss für sich verbuchen konnte. So stand das vor sich hinplätschernde Spiel zur Halbzeit 0:0. Nach dem Seitenwechsel kam mehr Leben in die Bude. Fürth ging wie gesagt durch Reese in Führung (51.), doch nur zwei Minuten später schafften die Hanseaten durch Dimitrios Diamantakos den Anschluss zum 1:1. Als in der 61. Minute St.Pauli-Spieler Brian Koglin die Gelb-Rot sah, konnte man als Kleeblattfan Hoffnung schöpfen: Eine halbe Stunde in Überzahl – das sollte doch für einen Sieg reichen! Doch wie schon mehrmals in dieser Spielzeit konnte das Kleeblatt diese Situation nicht zufriedenstellend für sich nutzen. Erst in der Nachspielzeit (90.+2.) kam es dank Richard Magyars Treffer aus kurzer Distanz zum lange ersehnten 2:1.

Wie wird es fürs Kleeblatt in der kommenden Saison wohl weitergehen? Die nächsten Wochen werden zeigen, was der Transfermarkt an Möglichkeiten so hergibt. Sollte Fabian Reese, wie es sich bereits andeutet, nach Schalke zurückbeordert werden, verlöre Fürth einen seiner wichtigsten Spieler. Seine Leistungsfähigkeit hat er auf jeden Fall noch einmal eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Womöglich hat sein 1:0 heute – es war Reeses dritter Saisontreffer – den Abschied von Fürth sogar besiegelt. Der einzige Trost wäre dann, dass es zumindest ein für diesen immer voller Einsatzfreude antretenden Spieler ein würdiger Abschied war.