Green, Leweling und Hrgota retten konfuses Spiel

Kurz nach 11 Uhr marschierten Regensburger Fußballfans durch Fürth (Foto: Königstraße, K.H.), „Gegen Polizeiwillkür“ stand auf einem Transparent. Worauf das anspielte, war offensichtlich: Viele Sicherheitskräfte in Schwarz eskortierten die Gruppe in Richtung Ronhof, die Menge der Streifenwagen war beachtlich.
Die erste Halbzeit im dritten Spiel dieser Saison 2019/20 zwischen der Spielvereinigung und Jahn Regensburg startete um 13.30 Uhr – und sie war einfach zum Vergessen! Keine Struktur, zerfahrene Spielzüge auf beiden Seiten, Unterbrechungen wegen kleiner Fouls und Verletzungen.
Ich befürchtete schon, dass es in der zweiten Halbzeit ähnlich weitergehen könnte. Aber der 18-jährige Fürther Youngster Jamie Leweling mausert sich zum Lichtpunkt dieser Begegnung. Durch ihn kommt es in der 53. Minute endlich zur ersten richtigen Torchance des Kleeblatts. Leweling schießt mit links aufs Regensburger Tor, nur die Parade von Keeper Alexander Meyer verhindert die Fürther Führung.

Eine Viertelstunde später wechselt Trainer Stefan Leitl den schwedischen Newcomer von Eintracht Frankfurt – Branimir Hrgota – ein. Eine sehr gute Entscheidung, Harvard Nielsen (seit der 56. Minute für Daniel Keita-Ruel auf dem Platz) gibt an Hrgota ab, der läuft bis zur Grundlinie und flankt mutig in die Mitte. Dort kommt der Ball auf Julian Green, der aus neun Metern punktgenau einköpft. Wenig später ist wieder Hrgota zur Stelle (76.), zielt jedoch knapp am Tor vorbei. Und in der 83. Minute spielt Tobias Mohr in den Lauf von Hrgota. Der lässt einen Regensburger mit einer Körpertäuschung ins Leere laufen, dreht sich um den Gegenspieler und schießt aus kurzer Distanz zum 2:0 ein. Dieses Tor wurde Minuten später allerdings annuliert: Schiedsrichter Marco Fritz bekam die Info aus dem „Kölner Keller“. Der Videobeweis belegte, dass Mohr in einer Abseitsposition gewesen war.

In einer konfusen Partie mit wenig Niveau vor 9.665 Zuschauern schaffte es die Spielvereinigung durch das Kopfballtor von Green, heute drei Punkte zu holen. Das bedeutet: fünfter Tabellenrang. Am nächsten Samstag, 24. August, gastiert das Kleeblatt bei Hannover 96. Der Bundesligaabsteiger ist mit Sicherheit ein schwerer Gegner. Hoffentlich hat sich das Kleeblatt bis dahin besser sortiert!