Daniel Keita-Ruel und seine zweite Chance

Ein Profi-Stürmer der Spielvereinigung ist unter die Schriftsteller gegangen. Daniel Keita-Ruel verfasste seine Autobiografie unter dem Titel: „Zweite Chance: Mein Weg aus dem Gefängnis in den Profifußball“. Das Buch – so der Verlag Kiepenheuer & Witsch (Foto: Screenshot) – wird am 16. Januar 2020 erscheinen, als KiWi-Paperback (224 Seiten, 18 Eur) und E-Book.

Daniel Keita-Ruel hat französisch-senegalesische Wurzeln (sein Vater kommt aus dem Senegal, seine Mutter von der französischen Mittelmeerinsel Korsika) und ist seit dem 1. Juli 2018 im Kleeblattkader. Die Story des Buchs wird auf der Website des Verlags kurz erzählt:

„Die Geschichte eines Jungen vom Bolzplatz, der eine zweite Chance bekam und sie nutzte.
Wie die meisten Jungs, die in seinem Viertel aufwachsen, hat Daniel Keita-Ruel nur einen Traum: Profifußballer. Ausverkaufte Stadien, wichtige Tore, teure Autos. Obwohl es erst so aussieht, als würde ihn sein Weg direkt zum Ziel führen, findet er sich, ein paar falsche Abzweigungen später, im Gefängnis wieder. Schon in der Jugend ist er der Beste. Für Borussia Mönchengladbach schießt er Tore wie am Fließband. Doch dann kommt seine Karriere ins Stocken. Eben war er noch ein Star, wurde bewundert und umschwärmt – zurück in Wuppertal trifft er eine fatale Entscheidung: Mit alten Freunden begeht er mehrere Überfälle. (Bei Wikipedia habe ich dazu noch folgende Details gefunden: „Im September 2011 wurde Keita-Ruel verhaftet, weil er an drei bewaffneten Raubüberfällen beteiligt gewesen sein soll. Gemeinsam mit sieben Komplizen soll er mehr als 100.000 Euro erbeutet haben. Der Strafprozess begann im März 2012; Keita-Ruel wurde wegen schweren Raubes zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt.“). Als er im Gefängnis landet, scheint die Sache klar: Das war es mit dem Profifußball. Doch die Zeit hinter Gittern wird zum Wendepunkt. Er erlebt schreckliche Dinge, trainiert in seiner Zelle, schreibt Briefe – und merkt, worauf es wirklich ankommt. Als Freigänger erhält er schließlich eine neue Chance: In der Oberliga beginnt seine zweite Karriere, er spielt jedes Jahr eine Liga höher, schießt mehr Tore, und im Sommer 2018 wechselt er – in die 2. Bundesliga. Daniel Keita-Ruel hat seinen Traum wahr gemacht, und, was fast noch wichtiger ist: Er hat aus seinen Fehlern gelernt. Auch heute will er nichts lieber als Tore schießen, aber er will auch ein Vorbild sein. Für seine jungen Teamkollegen, aber auch für die Kids, die auf den Betonplätzen in Wuppertal-Elberfeld kicken.“

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