Erkämpfter Punktgewinn beim Bundesliga-Absteiger

Nicht nur Miesmacher und Pessimisten befürchteten heute eine (eventuell sogar hohe) Niederlage der Spielvereinigung gegen den Bundesligaabsteiger Hannover 96. Aber es kam anders: Das Kleeblatt erkämpfte sich mit einer guten Leistung ein 1:1-Unentschieden. Und damit einen Punkt in der Tabelle der Zweiten Liga.
Im Gegensatz zur Partie in der letzten Woche gegen Jahn Regensburg wirkte die Fürther Mannschaft von Anfang an geordnet und strukturiert. Sie ging den Gegner direkt an und konnte in der 22. Minute das Führungstor erzielen: Paul Seguin nahm an der Mittellinie Fahrt auf, spielte einen sauberen Doppelpass mit Tobias Mohr und traf den Kasten von Ron Robert Zieler. Ein wunderbar herausgespielter Treffer (der Schuss wurde vom Ex-Fürther Marcel Franke noch leicht abgefälscht), mit dem sich das Kleeblatt in Führung schoss (Foto: Sportfoto Zink). Hannover hatte nichts dagegenzusetzen. Ein Foul von Daniel Keita-Ruel am ehemaligen Kleeblatt Edgar Prib in der Hälfte der 96er (er hatte ihn mit der offenen Sohle am Schienbein getroffen) wurde mit Gelb geahndet. Schiedsrichter René Rohde hielt Rücksprache mit dem Videoassistenten – ob die Aktion sogar eine Rote Karte sein könnte -, aber es blieb (Gott sei Dank!) bei Gelb.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Hannovers Coach Mirko Slomka gleich doppelt. Genki Haraguchi und Hendrik Weydandt kamen in die Partie. Eine für Fürth fatale Entwicklung, denn Weydandt setzte sich in der 47. Minute unmittelbar vor dem Fürther Tor gegen Marco Caligiuri durch und schoss den Ball am Tormann Sascha Burchert vorbei direkt ins Netz. 
Aber die Spielvereinigung behielt die Nerven. Hans Nunoo Sarpeis Kopfball nach einer Ecke wurde gerade noch geklärt (79.), Burchert rettete eine Chance von Marvin Ducksch. Und der eingewechselte Branimir Hrgota brachte – wie schon letzte Woche – frischen Wind ins Spiel. Er hatte zwei gute Möglichkeiten. Und Mohr hätte kurz vor Ende des Spiels aus guter Position sogar das 2:1 für Fürth erzielen können, Zieler rettete aber für die 96er.
Das Kleeblatt erkämpfte sich heute mit gutem Kombinationsspiel gegen Hannover einen wohlverdienten Punkt. Hoffentlich hat Maximilian Wittek keine ernsten Blessuren erlitten, er war ja schon beim letzten Spiel wegen Hüftproblemen nicht im Aufgebot. Havard Nielsen (ab der 70. Minute für Keita-Ruel auf dem grünen Rasen) wirkt nach wie vor eher blass, Hrgota ist ein echter Gewinn. Und Marco Calugiuri verteidigte – bis auf die Situation, die zum Ausgleich führte – souverän und überlegt.

Für die Spielvereingung geht es am nächsten Samstag, 31. August, in Bielefeld weiter. Die Arminia hat heute übrigens Jahn Regensburg auswärts mit 3:1 besiegt und liegt zumindest bis morgen an der Spitze der Tabelle.