Kleeblatt startet mit Power ins Spiel

Wenn es die Stadt Bielefeld wirklich nicht gäbe, hätte die Spielvereinigung heute auch nicht gegen deren Zweitligateam gespielt. Wer den Hintergrund dieser satirischen Verschwörungstheorie nicht kennt: Bei der „Bielefeld-Verschwörung“ wird behauptet, die Stadt Bielefeld gäbe es nicht, ihre Existenz werde lediglich überzeugend vorgetäuscht. Diese Theorie kursiert seit 1994 als Dauerwitz im Internet.

Aber: Bielefeld existiert, und das Kleeblatt hat mit einem 2:2-Unentschieden heute einen Punkt mit nach Hause genommen. Immerhin, es war kein leichtes Vorhaben. Denn schon im Vorfeld gab es viele Vorschusslorbeeren für die Ostwestfalen, die das beste Zweitligateam im Kalenderjahr 2019 sind und seit November 2018 keine Niederlage einstecken mussten.

Aber wer die Fürther kennt, der war nicht überrascht, wie mutig und draufgängerisch das Kleeblatt die heutige Partie eröffnete. Mehrere tolle Gelegenheiten in den ersten Minuten. Und dann das kuriose Tor von Branimir Hrgota in der vierten Spielminute, der eine Dusseligkeit des Bielefelder Keepers Stefan Ortega ausnutzt und den Ball frech ins Tor schiebt. Einen Freistoß macht dann Maximilian Wittek in seiner unnachahmlichen Art in der 22. Minute zum Erfolg: Er schießt den Ball scharf und mit Schnitt aufs Tor nach innen, Havard Nielsen springt im idealen Moment nach oben und drückt den Ball per Kopf in die Ecke: 2:0. Ein Freudentanz beim Torschützen (Foto: Sportfoto Zink) und  den angereisten Kleeblattfans.

Leider naht der Anschlusstreffer nach nur wenigen Minuten: Joan Simun Edmundsson von den Färöern wird von Hans Nuuno Sarpei umgerempelt, und Schiedsrichter Reichel zeigt umgehend auf den Elfmeterpunkt. Fabian Klos tritt an, und Fürths Tormann Sascha Burchert hat keine Chance. Offenbar haben sich die Bielefelder in der Halbzeitpause regeneriert. Denn in der 62. Minute gelingt es eben jenem Edmundsson, mit einem Kopfball den 2:2-Ausgleich zu erzielen. Fürths Trainer Stefan Leitl wechselt daraufhin Hrgota gegen Daniel Keita-Ruel aus, und Marvin Stefaniak kommt für (den heute blassen) Tobias Mohr aufs Feld. Kurze Verletzungsunterbrechungen wegen Wittek und Kapitän Marco Caligiuri (Probleme im Oberschenkel) machen das Spiel zerfahren. Und beide Teams sind wärmebedingt ausgepowert. Dann zieht Julian Green noch mal kurz vor Spielende aus über 20 Metern ab. Der Schuss wird vom Rücken Joakim Nilssons abgefälscht und prallt leider nur an die Latte.

Fazit: Die Spielvereinigung hat überzeugend begonnen und zwei Tore vorgelegt. Aber aufgrund einer Leistungssteigerung von Arminia Bielefeld hieß es am Schluss leider nur 2:2. Das Kleeblatt empfängt am Freitag, 13. September, um 18.30 Uhr den SV Wehen Wiesbaden im Fürther Ronhof.  Der Aufsteiger aus der Dritten Liga rangiert nach der heutigen 0:5-Niederlage gegen Jahn Regensburg mit nur einem Punkt in fünf Spielen am Tabellenende der Zweiten Liga.

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