Kleeblatt vergeigt das Kärwaspiel

Heimspiele am Kärwasonntag haben für Kleeblattfans immer eine ganz besondere Faszination. Immerhin 9350 Zuschauer konnte man heute im Ronhof zählen. Vormittags war schon eine Gruppe von Kleeblattanhängern lautstark durch das Kirchweihgelände gezogen (Foto: KH) und hatte mit ihrem Anliegen – eine Spielvereinigung ohne das Wort „Greuther“ im Namen – für einiges Aufsehen bei den ersten Kirchweihbesuchern gesorgt. Da war kaum ein Durchkommen, aber alles blieb friedlich.

Das Fußballspiel gegen den (bis zu diesem Zeitpunkt) Tabellenvorletzten der Zweiten Liga, Holstein Kiel, sollte aus Fürther Sicht kein gravierendes Problem werden. Und auch OB Thomas Jung hatte beim gestrigen Anstich des ersten Bierfasses bei der Kärwa-Eröffung Orakal spielen wollen: So viele Schläge, wie er benötige, so hoch könne die Spielvereinigung heute auch gewinnen. Jung brauchte drei Schläge.

Pustekuchen! Es kam komplett anders. Die Partie ging tatsächlich 3:0 aus. Allerdings für die Kieler. Die Männer aus Holstein waren deutlich überlegen und profitierten von Fehlern einer Fürther Mannschaft ohne Biss und Konzept. Tor Nummer 1 fiel in der 27. Minute: Janni Serra lief um Kleeblatt-Keeper Sascha Burchert – der weit aus dem Tor gekommen war – herum auf traf aus äußerst spitzem Winkel ins Fürther Tor. Eine sportliche Reaktion der SpVgg war praktisch nicht vorhanden: unzählige Ballverluste, schlechte Pässe, die Offensive litt offenbar unter „schweren Beinen“.
Demzufolge starteten die Störche aus Kiel die zweite Halbzeit mit einem zweiten Tor, das Makana Baku für sich verbuchen konnte. Den Treffer hatte Ex-Kleeblatt David Atanga geschickt eingeleitet. Aber nicht mal dieser Rückstand rüttelte die SpVgg auf. Nicht ein einziger Schuss aufs Kieler Tor! Und als eine gute Stunde im Fürther Ronhof vergangen war, erhöhte Baku dann noch zum 3:0 für die Gäste. Fürth erwachte erst dann aus dem gefühlten Zustand des Wachkomas. Harvard Nielsens und Julian Greens zaghafte Versuche, einen Abschluss zu machen, scheiterten leider kläglich.
Nach dem verlorenen Heimspiel gingen viele Kleeblattfans eher mit gedrückter Stimmung auf die Kärwa. Vor dem Stadtteater trafen sich weiß-grün gekleidete Fans bei fränkischer Musik der „Kapelle Konrad“ (Foto: KH), aber nicht mal die fetzige Musik konnte frustrierte Fans aufbauen. Kein Grund zum Feiern!
Hoffen wir auf eine bessere sportliche Leistung bei der nächsten Begegnung beim Hamburger SV am nächsten Samstag. Oft spielt das Kleeblatt auswärts bei guten Mannschaften (siehe letztes Spiel gegen den Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart) ja deutlich besser als zu Hause gegen vermeintlich schlechte Teams.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um zu überprüfen, dass Sie eine reale Person und kein Spam-Roboter sind, lösen Sie bitte vor dem EINTRAGEN die nachfolgende kleine Rechenaufgabe, das sogenannte CAPTCHA *